Das Landtagswahlfernsehduell 2012 – Folgt auf Bruder Johannes jetzt Schwester Hannelore?

3 Mai

Hello folks,

Bevor wir zum eigentlichen Thema kommen noch folgendes zur Information. Alle die hier schon mal einen Blick reingeworfen haben wissen, dass ich politisch keineswegs neutral bin sondern ein ganzes Stück links der Mitte stehe, was sich nach einigen Jahren PDS/LINKE-Gefolgschaft momentan aber in keiner Parteizugehörigkeit oder auch nur -nähe widerspiegelt. Das wird auch so bleiben bis gewisse Personen wieder aus den Spitzen der Landes- und Bundes-LINKEN entfernt wurden die entweder die DDR reanimieren möchten und/oder den IQ und das Auftreten eines unterdurchschnittlich begabten Schleimpilzes haben.
Seitdem man in Deutschland mit jeder Art von umweltschützenden Tätigkeiten, sei es im Ingenieurswesen, als Anwalt, Berater oder einfach nur prominentes Aushängeschild für irgendeinen Konzern oder namenhafte Umweltschutzorganisation gutes Geld vedienen kann, sehe ich die Grünen auch nicht mehr unbedingt als linke Alternative an, zumindest nicht mehr seit dem das Durschnittseinkommen der Mitglieder über dem der FDP und der CSU liegt.
Die Piraten wissen selber noch nicht was sie sind und auch wenn ich die Ziele der ÖDP und andere kleiner Parteien als recht gut und vernüftig empfinde, würde ich viel lieber eine Partei Unterstützen die eine echte Chance hat in den Landtag gewählt zu werden und so wenigstens etwas Einfluss auf die Regierung ausüben kann. Man sieht schon meine Wahlentscheidung wird die Hölle, aber wählen gehe ich auf jeden Fall und das möchte ich auch allen anderen Raten, den jemand der nicht einmal dieses Mindestmass an demokratischer ‚Arbeit‘ erbringt hat meiner Meinung nach auch nicht das Recht sich zu beschweren oder auch nur zu Diskutieren.

Hier möchten beide Kandidaten mal (wieder) das Sagen haben

Was war das doch für ein Duell. Nicht einmal wurde die Stimme erhoben, nicht einmal gab es ein wirklich kontroverses Argument und nicht einmal starrten sich die Kandidaten auch nur unversöhnlich an. Am Schluss gab eine souverän auftretende Ministerpräsidentin Kraft ihrem Herausforderer Röttgen sogar ausgesprochen artig die Hand.

Wer also einen echten Schlagabtausch und lebhafte Diskussionen erwartet hatte wurde enttäuscht. Trotzdem kann man aus diesem Auftritt, vor allem der Ministerpräsidentin einiges Lernen. Wie schon seit ihrem Amtsantritt übt sich die Dame einmal mehr in Rolle der gütigen Landesmutter die selbst die ungezogenen Oppositionellen eher mit dem erhobene Zeigefinger Maßregelt als echter Zurecht- oder gar Zurückweisung. Ansätze hätte es genug geben. Die immerwährenden CDU-Pseudoargumente der hohen Landesverschuldung und der Kontroverse um das Betreuungsgeld und die SPD-Forderung nach einer ausreichenden Zahl von KITA-Plätzen wurden von Hannelore Kraft ebenso in rasche Folge entkräftet wie der übliche Mindeslohnsermon. Der CDU-Herausforderer Röttgen hingegen zeigte während der ganzen Veranstaltung trotz der scheinbaren Ruhe und Nüchternheit echtes Unbehagen. Auch war ihm deutlich anzusehend, dass er in verschiedenen Bereichen keinerlei Diskussion oder Argumentation vorbereitet hatte und leicht vernichtend zu schlagen gewesen wäre. Allerdings ging die Landesmutter auf diese Punkt leider nicht weiter ein. Rhetorische Fallen waren hier, so glaube ich nicht zu vermuten, da die CDU beispielsweise in Fragen der vernünftiger Bildungs- und Migrationspolitik so und so immer etwas eingefahren oder aber schwach auf der Brust ist.

Hannelore Kraft (SPD)

Hannelore Kraft (SPD)

Ich befürchte deshalb Frau Kraft wollte keinen allzu großen Bruch mit der NRW-CDU riskieren um sich die Möglichkeit einer großen Koalition offen zu halten, wobei ich mich hoffentlich irre. Eine solche Koalition ist für mich das Alptraumszenario der anstehenden Wahlen und wäre eine Katastrophe für unser schönes Land Nordrhein-Westfalen.

Eine zweite, wesentlich beruhigendere Möglichkeit wäre allerdings das die Ministerpräsidentin immer mehr in der selben Rolle wie einstmals Johannes Rau aufgeht. Die immer um ausgleich bemühte, nette, ruhige und niemals wütende Landespatronin die auf jedermann zugeht und auch die Opposition, zumindest scheinbar, mit einbezieht. Ein Konzept das in NRW schon immer gut ankam wobei Frau Kraft die Einbeziehung der religiöse Seite (noch) fehlt (der nächste Kirchentag kommt bestimmt). Die Regierungen vor allem von Peer Steinbrück aber auch Rüttgers sind nicht zuletzt daran das beide Herren absolut außer Stande waren diese Image auch nur ansatzweise an die Öffentlichkeit zu transportieren, gescheitert.

Norbert Röttgen (CDU)

Norbert Röttgen (CDU)

So wichtig der kommende Urnengang für unser Land auch ist, das Rededuell konnte uns allenfalls ein wenig Einblick in die finale Taktik der SPD im Wahlkampf und darüber hinaus und den ewigen Gleichklang der CDU-Argumente verraten. Ein Meilenstein auf dem Weg zur Landtagswahl war es jedenfalls nicht

Gruß Sera

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