Dies und Das

10 Apr

Hallo Leute,

Viel ist passiert in den letzten paar Wochen und so machen wir einen kleinen Schlenk durchs Revier.

I. Station: Oberhausen goes Hollywood. Die im Ruhrgebiet bekannte und in Oberhausen ansässige Filmproduktionsfirma Steel WorX dreht den neuen Kinofilm „Kleine Morde“ zum Teil im Oberhausener Ratssaal. Laut NRZ wird der Saal im Rathaus am Galgenberg dafür in einen futuristischen Gerichtssaal verwandelt,  auch für andere Standorte in der Stadt wurden Drehgenehmigungen beantragt, denen der Rat, neben der Freimachung des Ratssaals, bereits begeistert entsprach. Auch buhlt die Stadt derzeit darum Heimat des neuen WDR Tatort aus dem Ruhrgebiet zu werden. Neben den anderen Bewerbern Essen, Mülheim, Gelsenkirchen und Dortmund werden Oberhausen zwar nur Außenseiterchancen eingeräumt, dafür ist die Stadtverwaltung,  die sich davon einen weiteren Tourismuszuwachs verspricht, mit Elan bei der Sache. Und außerdem: Dortmund ist doch eigentlich schon Westfalen, Mülheim zu klein, Gelsenkirchen zu hässlich und Essen im WDR zu überrepräsentiert. Bleibt eigentlich nur Oberhausen übrig.

II. Station: Im Essener Norden treibt zur Zeit scheinbar ein Brandstifter sein Unwesen. Offiziell wurde noch nichts bekannt gegeben aber es gab eine auffällige Häufung von Bränden in Katernberg, Stoppenberg und dem Nordviertel die mit Statistikausreißern eigentlich nicht mehr zu erklären sind. Dem bislang aufsehenerregendsten Feuer viel das sog. Haus auf Zeit auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zeche Zollverein zum Opfer. Hier spricht die Polizei und die zuständigen Brandermittler der Feuerwehr zwar von Brandstiftung, aber noch läßt sich keiner zu einer Aussage über einen Serientäter verleiten.

III. Station: Am kommenden Samstag, den 16.04.2011 um 10:00 Uhr findet im Düsseldorfer Landtag ein Bürgerkongress zum Thema „Energiewende in NRW durchsetzten – Anti-Atom-Konferenz“ statt. Es geht um die Abschaffung der Kernenergie und dem Ausstieg aus der Kohleverstromung sowie den Ausbau der Erneuerbaren. Es sprechen Vertreter aus Wirtschaft und Politik sowie einiger Bürgerinitiativen. Auch werden die hohen Strompreise ein Thema sein und die Möglichkeiten ausgelotet sie durch eine Rekommunalisierung von Stromnetzten und Erzeugung in den Griff zu bekommen. Ausrichter ist die Fraktion der Linkspartei unter der Duisburger Abgeordneten Anna Conrads. Es wird um eine Anmeldung bis zum 13.04. unter der Telefonnummer 0211/ 884-4648, oder per Mail bei: bianca.thiele@landtag.nrw.de gebeten

IV. Station: Das Bildungspaket für HartzIV-Empfänger, hier mahnt die NRZ heute an, dass von 40.000 möglichen Antragstellern alleine in Essen bislang nur 300 dieses Recht in Anspruch genommen hätten und weist darauf hin das die entsprechende Frist bis Ende des laufenden Monats ausläuft, zumindest was eine eventuelle Nachzahlung ab Januar 2011 angeht. Es gibt kein Konzept, keine genauen Angaben für welche Leistungen eigentlich ein Antrag gestellt werden kann und die erste, ungenaue, Infokampagne ist erst vor kurzem im Internet angelaufen, wo auch erst seit heute die vorläufigen Formulare zu finden sind. Ein Medium für dessen Benutzung im Regelsatz kein Geld vorgesehen ist und das auch nicht viele HartzIV-Empfänger benutzen (können). So kann die Regierung hinterher wenn es um die Auswertung des Erfolgs der ganzen Kiste geht natürlich genau die üblichen Stammtischmeinungen forcieren, das Hartz Familien sowieso kein Intersse an Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe hätten und sich nicht besonders angestrengt wird da es ja nicht um Bier und Zigaretten gehe und wieder mal Stimmung gegen den ärmeren Teil der Bevölkerung durch ein absichtlich undurchführbares Gesetzt zu machen.

V. Station: Noch ein Termin zum Abschluß. Am kommenden Mittwoch, den 13.04.2011 findet um 18 Uhr in der Duisburger Salvatorkirche ein Konzert im Gedenken an die Opfer der Loveparade statt. Etwa 160 junge  Musiker und Betroffene gestalten unter der Leitung der Mülheimer Musiklehrin Annegret Keller-Steegmann diesen hoffentlich mutmachenden Abend und werden alle Zuhörer hoffentlich ein wenig unterhalten nach hause schicken. Mit dabei sind unter anderem junge MusikerInnen der Musikschule Oberhausen, anderer Schulen und privater Musiklehrer

Gruß Sera

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