Bundestrainer vs Bundespräsident, journalistische Prioritäten oder wie unsere Republik vor die Hunde geht

8 Jul

Hallo Leute,

leider wieder ein Meckerartikel aber dafür ein Kurzer. Wie in einem anderen Post erwähnt springe ich für einen Freund schon mal als Nachtredakteur bei einer kleinen Tageszeitung ein und lese in Folge dessen auch regelmäßig Printexemplare verschiedener Tageszeitungen.

Eigentlich gefällt mir die NRZ/WAZ recht gut, hat mich aber heute und am 30. Mai auf eine Art und Weise enttäuscht die ich kaum für möglich gehalten habe:
Die Berichterstattung zur Wahl unseres neuen Bundespräsidenten am 30. Mai wurde am Folgetag praktisch mitten im Artikel, mit dem Hinweis unterbrochen, dass das Ergebnis zum Redaktionsschluss noch nicht feststand. Zur Erinnerung: Das Ergebnis des dritten und entscheidende Wahlgang wurde gegen 21 Uhr (MESZ) bekanntgegeben.

Das Ergebnis des Fußballhalbfinale, Abpfiff gegen 22:30 Uhr (MESZ) fand sehr wohl seinen Weg auf die heutige Titelseite, inklusive Spielbericht der auch Begebenheiten aus dem letzten Teil des Spieles wiedergab, so dass man davon ausgehen kann das im Satz nicht nur eine Stück Platz für das Ergebniss freigehalten wurde.

Wenn ich so etwas mitbekomme muss ich mich doch sehr ernsthaft fragen wie die Journalisten unserer Republik ihre Prioritäten setzen. Mir ist zwar bewusst, dass die WM viele Menschen interessiert aber der verantwortliche Chefredateur gehört trotzdem an den Pranger gestellt und durchgeprügelt. Mir ist vollkommen klar, dass es aufwendig und teuer ist einen Redaktionsschluss nach hinten zu verschieben, diesen Aufwand aber für ein simpeles Sportereignis zu betreiben für die Wahl unseres Staatsoberhauptes aber nich, lässt mich stark an de journalistischen Integrität der Verantwortlichen zweifeln. Ja, man muss über Themen schreiben die einen möglichst breite Leserschaft anlocken und genau abwägen wann man den Aufwand und die zusätzlichen Kosten eines verspäteten Redaktionsschlusses in Kauf nimmt, aber es ist trotzdem die verdammte Pflicht und Schuldigkeit eines Journalisten Ereignisse von solcher Wichtigkeu für unseren Staat und unsere Gesellschaft entsprechend zu würdigen. Das sollte sich ein Medienkonzern wie die WAZ-Gruppe mal wieder ins Gebetbuch schreiben lassen.

Leider kann ich jetzt im Nachhinein an den Onlineausgaben nicht mehr feststellen ob andere Tageszeitungen die Dinge ähnlich gehandhabt haben oder ob die WAZ nur die unrühmlich Ausnahme war und um in der Bibliothek die Printausgaben zu durchforsten fehlt mir ehrlich gesagt die Zeit. Deshalb bitte ich alle Leser dieses Post mir kurz über die Kommentarfunktion oder die anderen auf der Kontaktseite angegebenen Möglichkeiten mitzuteilen wie andere Zeitungen mit diesen Angelegenheiten umgegangen sind.

Gruß

Seraquael

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