Ärger mit der EVAG

14 Apr

Hallo Leute,

Auch in Oberhausen hatte ich ja als überzeugter ÖPNV Nutzer schon einen großen Anteil dieses Blogs für das örtliche Nahverkehrsunternehmen StO.AG reserviert. Dies war zwar keine Absicht und eigentlich hatte ich auch nicht vor dies in Essen fortzuführen aber die EVAG geht mir zunehmend auf die Nerven.

1. Ist es wirklich nötig, dass man an einem Tag vier Mal kontrolliert wird? Zur Erklärung: Mir ist es nun schon mehrere Male passiert das ich mich an einem einzigen Tag drei Mal in einer Fahrkartenkontrolle wiederfand aber die Krönung war vergangene Woche in der ich gleich an zwei Tagen das Vergnügen hatte vier mal meine Jahreskarte zu zücken, davon einmal in Rahmen einer dieser ‚Massenevents‘ am Porscheplatz mit einem äußerst rauen Umgangston. Ein anders Mal sind die Kontis mit mir am Porscheplatz von der 101 in die gegenläufige 106 umgestiegen, dann mit mir am Freistein aus- weil ich da eine rauchen wollte und in die nächste 107 wieder eingestiegen, die mich dann nach Hause brachte und jedes Mal wurde ich kontrolliert. Außerdem lässt sich eindeutig feststellen das die Kontrollen unfreundlicher werden, je weiter der Tag voranschreitet und der Stressfaktor bei den Kontis zunimmt, bis man schließlich gegen Abend schon massiv angemacht wird wenn man nach der Aufforderung die Karten vorzuzeigen mehr als fünf Sekunden braucht um die selbe aus dem Portemonnaie zu friemeln, was ich auch erst seit kurzem muss, bis vor zwei oder drei Monaten wurden die Karten auch dann vom EVAG-Personal kontrolliert wenn sie noch im Portemonnaie (In einem Fensterfach) war. Jetzt muss man sie aber herausholen und einzeln präsentieren, ich weiss nicht warum.
Mir ist zwar bewusst, und ich kann es auch nachvollziehen, dass die EVAG ein berechtigtes Interesse an Fahrkartenkontrollen hat, das habe ich ja selber, vor allem immer dann wenn ich eine dieser Statistiken sehe, die mir  vor rechnen wie viel Euro am Jahreskartenpreis auf die Verluste durch Schwarzfahrer zurückzuführen sind. Aber es gibt eine Grenze zwischen berechtigter Kontrolle und Belästigung. Diese Grenze hat die EVAG mittlerweile weit hinter sich gelassen und beschleunigt immer noch weiter mit hohem Andruck. Also bitte, Drehkreuze (Dafür sind Karten mit RFID-Chips geradezu prädestiniert) an den Unterirdischen- und Stadtbahnstationen, vielleicht auch noch an stark frequentierten Tramstationen wie Helenenstraße oder Germaniaplatz und schon könnte man die Einzelkontrollen reduzieren. Dann noch kürzere Schichten für Fahrkartenkontrolleure um den Stressfaktor zu reduzieren, vielleicht indem man Sie in Halbschichten für andere Aufgaben einsetzt, was kostenneutral wäre (In vielen Städten sind Kontis auch Bus- oder Tramfahrer, ich weiß allerdings nicht wie Essen das hält) und schon wäre das ganze Problem gelöst.

2. Die dauernden Baumassnahmen der U18 sind langsam nicht mehr zu rechtfertigen. Diese unendliche Geschichte läuft nun schon so lange, dass alle noch nötigen Baumassnahmen während der mehr als langen nächtlichen Betriebspause durchgeführt werden könnten. Alles andere müsste die EVAG zu einer genauen Prüfung der Baufirmen veranlassen die mit den Umbauten betraut sind oder bei den Ausschreibungen wurde echte sch**** gebaut.

3. Nachdem die EVAG meiner Meinung nach verhältnismässig gut durch den Winter gekommen ist, kann man in letzter Zeit eine besorgniserregende Zunahme der Tramausfälle beobachten. Ich denke verursacht durch den Mehrbedarf der 107. Ich finde die Verdichtung auf den Fünf-Minuten-Takt hier ganz Klasse, die 107 war auch vor dem Kulturhauptstadtjahr chronisch überfüllt, aber so etwas sollte man nur tun wenn man die nötigen Ressourcen dazu hat. Ich kann verstehen wenn kein Geld für neue Fahrzeuge da ist, aber hier im Umkreis fahren viele Nahverkehrsunternehmen auf Meterspur und Dortmund beispielsweise tauscht momentan seine hochflurigen Trams, die sogar dem selben oder ähnlichen Typen wie denen in Essen genutzten entsprechen, gegen Niederflurfahrzeuge aus um die neuen Stadtbahn/Tram-Kombilinien  U43 und 44 zu betreiben. Ich kann einfach nicht glauben, dass es nicht möglich sein soll hier oder in Mühlheim oder bei der BOGESTRA, die z. Zt. auch neue Trams einkauft, ein paar gebrauchte Fahrzeuge kostengünstig zu erwerben. Die deutschen Wartungs- und Instandhaltungsvorschriften für Fahrzeuge im Personenverkehr garantieren den guten Zustand auch älteren Materials.

Gruß Sera

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Eine Antwort to “Ärger mit der EVAG”

  1. H.Stankeit 2014/02/03 um 15:35 #

    Eine der größten Unverschämtheiten, die ich seitens eines öffentlichen Dienstleisters je erlebt habe, hat sich in einem Bus der Linie 166 abgespielt.
    Aussteigen wollte ich an der Haltestelle Im Rosental in Richtung Hattingen und hatte auch auf den Haltknopf gedrückt. Entweder funktionierte der Knopf nicht oder der Fahrer hatte das Signal nicht wahrgenommen.
    Nachdem er an der Haltestelle vorbeigefahren ist, rief ich ihm zu, dass ich dort aussteigen wollte, worauf er mir lapidar sagte, er habe nichts gehört und nun müsse ich halt bis zur nächsten Haltestelle weiterfahren (man hätte ja auch nochmal anhalten können).
    Aber nun gut, ich fuhr notgedrungen bis zum nächsten Halt mit und stellte mich auf der gegenüberliegenden Seite wieder an die Haltestelle um mit dem nächsten Bus zurückfahren zu können.
    Wie es der Zufall will, kam genau derselbe Fahrer wieder, nachdem er wohl in Hattingen an der Endhaltestelle gewendet hatte.
    Ich stieg in den Bus ein und wollte eben diesen einen Halt zurückfahren. Darauf fuhr der Fahrer mich an, ich solle ihm mal meine Fahrkarte zeigen. Ich zeigte ihm die, die ich für die Fahrt von Steel zum Rosental gekauft hatte. Jetzt sagte er mir „die ist nicht gültig. Sie müssen eine neue Karte kaufen.“. Obwohl dieser Fahrer wusste, dass ich auf der Hinfahrt – durch wessen Fehler auch immer – nicht an meinem Wunschhalt austeigen konnte, drohte er mir sogar mit der Polizei oder dem Rauswurf aus dem Bus.
    Wenn mir die ganze Sache nicht zu unangenehm vor den anderen wartenden Fahrgästen gewesen wäre, hätte ich es auf den Rauswurf ankommen lassen.
    Ich halte diese Vorgehensweise gegenüber einem Fahrgast für inakzeptabel und absolut unverschämt.

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