So fing es schon einmal an

17 Mrz

Hallo Leute,

mit wachsender Besorgnis musste ich heute einen NRZ-Artikel lesen der eine Entwicklung beschreibt die Deutschland zu Beginn der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts schon einmal durchlaufen hat. Die Stärkung von Rechtsradikalismus und Hass als Folge einer verfehlten Politik und einer Wirtschaftskrise. Dies waren bereits 1929-33 die perfekten Vorraussetzungen für die Machtergreifung eines Hitlers und der NSDAP, sollte uns jetzt noch die nächste Wahl ein schwaches oder seniles Staatsoberhaupt oder einen schwachen Kanzler bescheren sollte man schon mal anfangen die Koffer zu packen, die Geschichte scheint sich zu wiederholen (ich prophezeite es in meinem ersten Artikel).

Vierzehn Prozent aller deutschen Jugendlichen seien demnach offen ausländerfeindlich, noch weitaus mehr finden die Aussage das es in Deutschland zu viele Ausländer gäbe vollkommen richtig. Ein erschreckendes Ergebnis. Unserem ‚geliebten‘ Innenminister Schäuble von dem ich selber, durch seine bisherige Amtsausübung, denke das er ziemlich weit rechts der Mitte steht, ein ganzes Stück vor dem durchschittlichen CDU-Mitglied, scheint es sogar zu bunt zu werden, er vertritt die Meinung diese hohen Zahlen gründen vor allem darauf, dass in vielen Gebieten Deutschlands die Freizeitangebote von rechtsextremen Organisationen und Kameradschaften die weitaus besten und vielfach auch die einzigen seien, auch hier gibt es Paralellen, nämlich die Hitler Jugend (HJ) und den Bund Deutscher Mädel (BDM) die in den dreißger Jahren des letzten Jahrhunderts mit genau der selben Masche auf Mitgliederfang (zumindet am Anfang) gingen und durch Diese einen Grad von Beeinflussung, ja Indoktrination, der nachkommenden Generationen aufrechterhalten konnten der einfach furchtbar war. Selbst jüdische Kinder wollten trotz der damals schon erkennbaren Implikationen Mitglied werden da sie genausoviel ‚Spaß‘ wie ihre Freunde bei Spiel, Spaß und Jugendfreizeiten haben wollten.

Das Rezept ist geradezu klassisch, man muss sie kriegen solange sie jung sind. So machte es Hitler, macht es die katholische Kirche und die Zigarettenindustrie und so wird es jetzt wieder von rechtsextremen Organisationen heutiger Zeit gemacht.

Und die Regierungs- und vor allem Kommunalpolitik spielt ihnen perfekte Bälle zu, einen nach den andern. Denn wenn eine Kommune sparen muss, fängt es immer im Bereich Kultur- und Freizeiteinrichtungen an. Siehe Oberhausen, zu Gunsten einer Bauförderung eines privaten Schwimmbads  das mindestens 15 € Eintritt kosten wird werden drei städtische Schwimmbäder mit bezahlbaren Eintritsspreisen dicht gemacht. Freizeiteinrichtungen für jugendliche existieren praktisch nicht mehr oder werden nicht mehr in Stand gehalten. Siehe beispielsweise verschiedene Skaterparks. Und Oberhausen ist hier nur eins von vielen schlechten Beispielen. Bei den Kindern und Jugendlichen wird immer zuerst gespart und jetzt mit dem neuen Spardiktat aus Düsseldorf wird das wahrscheinlich in Oberhausen noch groteskere Formen als überall anders annehmen, das konnte OB schon immer gut.

Ähnliches lässt sich über die Schulpolitik sagen. Mit ein bisschen Geld und guten Willen kann man auch an Hauptschulen so etwas wie Allgemeinbildung und Sozialkompetenz vermitteln in Bundesländern wie Rheinland-Pfalz oder Baden-Würtemberg funktioniert das wunderbar. In der Pisastudie schneiden Hauptschüler aus diesen Ländern vielfach besser ab als unsere Gesamtschüler, auch hier wird am völlig falschen und im vorliegenden Fall auch an einem sehr gefährlichen Ende gespart.

Wir haben den Boden bereitet jetzt kann, und wird wohl leider auch, das schon recht starke Pflänzchen Rechtsradikalismus wachsen und gedeien bis wir irgendwann mal in den Garten schauen nur um festzustellen das alles andere überwuchert wurde, denn das man es kaum wieder los wird hat die Vergangenheit glaube ich gezeigt, schlimmer als Knöterich oder Waldmeister, um die Analogie auf die Spitze zu treiben. Vielleicht ist es schon zu spät und der geistige Verfall der Gesellschaft hat schon einen irreparbelen Schaden in den Köpfen der jungen Generation hinterlassen wir müssen alles tun damit es nicht soweit kommt oder um den Schaden zumindest abzumildern.

Ich kann nur dazu aufrufen diese Entwicklung nicht widerspruchslos hinzunehmen ich versuche mit meiner Kirchengemeinde und der AWO (ja ich weiß ich habe auch schon bitterlich über sie geschimpft aber in manchen Dingen gibt es nichts besseres als einen AWO-Etat wenn man gewisse Sachen ans laufen bringen will und der Bereich den ich meine hat auch nichts mit ein-Euro-Jobern zu tun) wenigstens einen Teil des wegbrechenden Freizeitangebots der Stadt Oberhausen zu kompensieren und kann nur jeden der eine zweite Nazidiktatur verhindern will empfehlen es mir nachzutun und auch lautstark zu protestieren wenn es mal wieder darum geht ein Freibad, Jugendzentrum oder Skaterpark zu schließen, und das ist nicht nur für Oberhausener ein guter Rat.

Auch wenn sich das alles jetzt etwas sehr thetralisch anhört. Die Verfassung in der sich unser Land zur Zeit befindet und alle anderen Vorraussetzugen Weltwirtschaftskrise die garantiert kommen wird, jetzt schon eine hohe Arbeitslosigkeit, eine allgemeine Unzufriedenheit und Mutlosigkeit in der Bevölkerung, wir befinden uns jetzt am selben Punkt wie 1929. Der Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes war unser schwarzer Freitag. Die reichen Leute beginnen ihr Geld in Sicherheit zu bringen und die Kleinanleger bleiben mal wieder auf der Rechnung sitzen. Die Arbeitslosigkeit steigt rapide an, ebenso die Staatsverschudung, was die Zinsen wieder hochtreiben wird. Ähnlicher könnten die Bedingung kaum sein.

Ich sage wir müssen gewaltig aufpassen, dass wir die Entwicklung nicht wiederholen, in Oberhausen genauso wie im Rest unserer Republik. Deshalb müssen wir aufwachen und aktiv Gegensteuern, sonst ist es schon bald zu spät.

Gruß
Ihr Seraquael

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