Schlagwort-Archiv: StO.AG

Mal wieder Bus und Bahn und andere Kleinigkeiten

3 Sep

Hello Folk!

Zuerst einmal muss ich Abbitte leisten. Ich wäre in den letzten Monaten beinahe in Arbeit ertrunken da mehr als die Hälfte meiner Arbeitskollegen gekündigt haben, versetzt worden sind oder lange krank waren. Außerdem musste ich eine Menge Zeit in die schon mal angesprochene AWO-Jugendarbeit stecken, so dass der Blog nicht mehr weitergeführt wurde. Ich gelobe Besserung und hoffe, dass ich ab jetzt wieder regelmäßiger schreiben kann. Aber um mit Theo Lingen zu sprechen: “Frisch, fromm, fröhlich, frei geht es jetzt wieder an die Arbeit“ (Danke Oma für die vielen Stunden mit alten deutschen Schwarz-Weiß-Klamotten und das ist wirklich nicht ironisch gemeint).

So, die Kommunalwahl wäre ab gefrühstückt und da Oberhausen die Bundestagswahl traditionell nur peripher interessiert können wir jetzt wohl zur politischen Normalität zurückkehren. Man darf gespannt sein. In OB läuft ja zur Zeit einiges neben der Spur. Die Neuorganisation der Ein-Euro-Jobs, der andauernde Streit mit der Bezirksregierung über die Sparmaßnahmen die der Rat der Stadt beschließen soll, muss oder kann wobei gegenseitiges verklagen wohl eine Option der nahen Zukunft ist und nicht zu vergessen der Bus- und Tramverkehr der sich, doch recht überraschend, zum Problemfall entwickelt.

Zum Thema:
Ich weiß, spätestens jetzt ist sie hier über repräsentiert aber es geht wieder mal um die StO.AG. Auch wenn ich mich bislang immer schützend vor sie stellte ist dass was hier in den letzten paar Wochen ab lief nicht mehr schön. Ich hätte ja vielleicht noch mit dem frühen Einsetzen des Nachtverkehrs leben können aber die ständigen Verspätungen und Überfüllungen, vor allem der Linien NE1 und NE5 sind nicht mehr tolerierbar. Das neue Nachtnetz ist mit Verlaub, eine Katastrophe.
Mittlerweile kann man das auch nicht mehr mit der Umstellungsphase zu erklären sondern muss sich Herr Pieper den Vorwurf gefallen lassen schlecht geplant zu haben. Es funktioniert so einfach nicht. Deshalb meine Bitte dokumentiert alles was im Moment im Oberhausener Nachtbusnetz schief läuft und schickt es zur StO.AG oder zu mir auf den üblichen Kontaktwegen, also per Email, dem Formularlink auf der Kontaktseite oder in den Kommentaren (Ich habe momentan Probleme damit die Selben offen zu halten also bitte nicht böse sein wenn ihr mal Keine schreiben könnt). Ich sammele noch an anderen Stellen Informationen und werde in naher Zukunft eine größere Eingabe an die StO.AG machen. Bitte Datum, Linie und Uhrzeit immer dazuschreiben wenn ihr irgendwas schickt.  Es bleibt zu hoffen, aber auch darauf hin zu arbeiten, dass, nachdem es der Bezirksregierung nicht ganz gelungen ist die SPD-Hochburg Oberhausen mit ihren rigiden Sparanweisungen zu schleifen, die Kürzungen im Oberhausener ÖPNV-Netz schnellstmöglich wieder zurückgenommen werden.

Zum den Themen Ein-Euro-Jobs und Bezirksregierung bin ich momentan nicht so gut wie sonst informiert. Daher später mehr dazu wenn ich mich schlau gemacht habe.

Ein letzter Hinweis: Die Pyrogames kommen am 26.09.09 in den OLGA-Park. Die Karten sind zwar recht teuer aber ich durfte dieser Veranstaltung schon einmal beiwohnen und war absolut überwältigt. Es lohnt sich auf jeden Fall hinzugehen.

Gruß

Euer Seraquael

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Das StO.AG Kundenforum

23 Apr

Ich kam am 21.04.09 einer Einladung, die ich wohl meinem Jahreskartenabo verdanke, nach und nahm am StO.AG-Kundenforum teil.  Ich war angenehm überrascht. Anwesend waren die beiden Vorstände und alle wichtigen Abteilungsleiter. Die Atmosphäre war gelöst und die Diskussion wurde nur leicht gelenkt und in keinem Bereich abgeblockt nicht mal auf die vorsichtige und geschickte Weise die Moderatoren so gut beherrschen. Zwei Dinge die dort gelaufen sind, sind wichtig:

Zum einen steht es mittlerweile unverrückbar fest das der Nachtverkehr ab dem kommenden Fahrplanwechsel bereits ab 21 Uhr startet und der Tagverkehr bis ca.  21.30 Uhr ausläuft. Außerdem wird das komplette Nachtnetz umstrukturiert damit vor allem die Pulkbildung unterbunden wird.

Zum anderen wird die Linie SB95 eingestellt und einige Takte von Stadtlinien auf 30minütig gedehnt, also eine Fahrt weniger die Stunde.

Nebensachen sind die Infos das die 957 auch nach der Wiedereröffnung der Borbecker Brücke weiter dem jetzigen Linienweg am Haus Ripshorst vorbei folgen wird die Gerüchte das die SB94 bis Sandgathe verlängert wird stimmen definitiv nicht. Außerdem liegen die Pläne der Verlängerung der Essener Tram 105 bis Neue Mitte weiter auf Eis.

Ich war sehr überrascht das vor allem Herr Christian Pieper, Leiter des Verkehrsmanagement, diese Auskünfte bereitwillig erteilte und sich auch um die unangenehmen Themen, wie die Verkehrskürzungen genau wie der Vorstand nicht drückte.

Ich denke wir können weiter von Glück reden die StO.AG zu haben und gebe zu bedenken das sie dazu gezwungen wird mehr als 2 Millionen Euro einzusparen und beispielsweise in Duisburg viele Stadtteile überhaupt nicht mehr angedient würden wenn denen die Finanzmittel genauso zusammengestrichen würden.

Gruß
Ihr Seraquael

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Nachtrag zum StO.AG Eintrag und ein paar weitere Infos

16 Feb

Mir ist am Samstag die aktuelle StO.AG Kundenzeitschrift in die Hände gefallen in der, der Wechsel vom Tag auf das Nachtnetz um 21 Uhr bestätigt wird. Dies ist zum nächsten Fahrplanwechsel angekündigt und wird dreister Weise auch noch als bahnbrechende Neuerung verkauft. Leider steht das ganze noch nicht als Link oder Download zur Verfügung, so dass sie mir das einfach mal glauben müssen. Aus anderen Quellen weiß ich aber das die Nahverkehrsunternehmen der Nachbarstädte noch versuchen die Sache zu stoppen weil vor allem EVAG und die Vestische Kooperationsverträge verletzt sehen. Außerdem ist die ganze Sache mit den Zwangssparmassnahmen der Stadt durch die Bezirksregierung sowieso noch nicht in trockenen Tüchern da die Stadt wohl dagegen klagt. Deshalb hat es durchaus noch Sinn zu versuchen das Ganze zu verhindern. Also rufe ich noch mal dazu auf: Schreiben sie böse Briefe an die StO.AG, ihren Stadtrat und wer ihnen sonst noch einfällt auch irgendeine Aktion um der Bezirksregierung klarzumachen was sie uns antut wäre gut. Möglichkeiten eine Demo oder ähnliches zu organisieren gibt es immer. Aber im Vorfeld braucht man da schon ein bisschen Resonanz.

Gruß
Seraquael

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Die StO.AG – Wisst Ihr eigentlich, was für ein Glück Ihr habt?

9 Feb

So, ich hatte ja im letzten Eintrag Besserung gelobt, was die Meckerei angeht, deshalb auch jetzt mal ein kleines Loblied auf eine echte oberhausener Institution:


Viele Oberhausener die ich treffe scheinen wirklich nicht zu wissen welch eine Riesenglück OB mit dem ÖPNV, vor allem dem Busverkehr der StO.AG, hat. Keine, wirklich keine, Stadt in Deutschland von vergleichbarer Größe oder Einwohnerzahl kann da was besseres vorweisen und auch kaum eine der Größereren, was Linien- und Taktdichte angeht. Der Busverkehr der DVG in Duisburg ist ein schlechter Witz, nicht einmal ein Guter, die Busfahrer unfreundlich und teilweise gemeingefährlich (Wenn man mal vergisst seine Fahrkarte zu zeigen, was ich schon mal tue weil die Fahrer in OB das nicht verlangen, wird man praktisch mit vorgehaltener Waffe dazu aufgefordert, auch wenn die auf Oberhausener Gebiet in der 939 oder 908 unterwegs sind) und in Essen muß man schon in der Nähe einer U-Bahn oder Tram wohnen und auch seine Ziele so wählen wenn man mit ähnlich guten Ergebnissen wei in OB rechnen will, Mülheims Busverkehr wollen wir hier gar nicht erst weiter erwähnen. Trotzem hört man an jeder Bushaltestelle gemecker darüber wenn der Bus mal zwei Minuten zu spät ist oder auf der SB90 mal ein Standard- statt eines Gelenkbusses auftaucht. Ich bitte Sie, natürlich ärgern mich Verspätungen und Gedrängel, aber an Ersterem sind zu 99% idiotische Autofahrer und an Letzterem Ausfälle aufgrund von Fahrzeugschäden Schuld.

Wie im ersten Eintrag schon mal erwähnt habe ich den größten Teil der letzten 15 Jahre in Heidelberg verbracht und auch eine gewisse Zeit in den USA. Das bedeutet Dreierlei, erstens kenne ich den ÖPNV der Metropolregion Rhein-Neckar sehr gut, zweitens, einen öffentlichen Personennahverkehr der praktisch nicht existent ist weil nur Linien eingerichtet werden die sich selbst finanzieren oder aber absolut notwendig dafür sind eine Stadt vor dem Verkehrskollaps zu bewahren und drittens, habe ich den direkten Vergeich zum Oberhausener Nahverkehr vor 1996, also dem Jahr eins der CentrO.-Zeitrechnung und das Eröffnungsjahr der Trasse. Und Kinder ich muss Euch sagen…
In Heidelberg gibt es drei städtische Tramlinien die mit einer Ausnahme, nämlich der nach Leimen, in einem relativ eng begrenzten Gebiet unterwegs sind und eine Überlandlinie nach Mannheim. Wenn man an einer dieser Trams wohnt hat man Glück es gibt auch noch eine winzig kleine Anzahl Buslinien die die Altstadt/Uni mit einigen touristischen Zielen verbinden und alle 20 Min verkehren aber ansonsten kann man froh sein wenn man einen Stunden- oder sogar Zwei-Stunden-Takt vorfindet, Nachtlinien exitieren so gut wie gar nicht und die letzte S-Bahn der DB verlässt Heidelberg gegen 0 Uhr, ach ja, von Samstag mittag bis Montag morgen fährt vielerorts gar nichts und Wochentags ist auch oft schon um 18 oder 19 Uhr Schluß, in Mannheim und Ludwigshafen sieht es nicht viel besser aus und gerade Ludwigshafen ist gut mit OB zu vergleichen, Arbeiterstadt, zwar etwas geringere Einwohnerzahl als OB aber die Ausdehnung stimmt in etwa, Verlust sehr vieler (Chemie-)Arbeitsplätze in den letzten Jahren und großer Nachbar (Mannheim) dem es auch nicht viel besser geht. Hier gibt es auch nur einige gut ausgebaute Tramverbindungen ein, zwei Buslinien die regelmäßig verkehren und kein Nachtnetz. Was uns in die USA führt. Hier wird ein ÖPNV nur sehr zögerlich eingerichtet und bekommt wenn überhaupt nur eine Beihilfe um über die Startschwierigkeiten hinwegzukommen, außerdem müssen Wegerechte in den meisten Bundesstaaten teuer erkauft werden und wenn es mal einen lohnende Strecke gibt konkurieren gleich ein halbes Dutzend Unternehmern miteinander um die Filetstücke des Netzes zu betreiben. Hier gibt es selbst in Großstädten riesige Gebiete die überhaupt nicht erschlossen sind, weil die Anbindung nicht lohnt oder nicht die richtigen Zubringerstraßen entlastet würden. In Los Angeles beispielsweise existieren 90% der U-Bahn und Buslinien nur weil der Verkehr sonst auf vielen Highways nicht mehr unter Kontrolle zu bekommen wäre. Zu guter Letzt: Oberhausen vor 1996 Erheblich weniger Linienkilometer, kein Takt dichter als 30-minütig und absolut unaktraktive Ver- und Anbindungen und ach ja von OB-Mitte nach Sterkrade brauchte man da im Schnitt noch mindestens eine halbe Stunde und ein Nachtnetz war gerade mal in Ansätzen zu erkennen und viele Buslinien wurden von Samstag mittag bis Montag morgen nicht bedient.

Also liebe Oberhausener, schauen Sie sich diese Beispiele an und kramen Sie in Ihren Erinnerungen ein bisschen nach der schlechten guten alten Zeit und Sie werden sehen das ich recht habe. Wenn also der Bus das nächste mal ein bisschen zu spät oder klein ist giften Sie den Busfahrer nicht an, der kann normalerweise am allerwenigsten dafür und denken Sie daran, Sie könnten es soviel schlechter treffen. Schon das Nachtnetz ist dichter als das Tagnetz der meisten anderen Städte und aufgrund der hohen Auslastung praktisch alle StO.AG-Linien sind die Subventionen die die Stadt zu leisten hat sogar vergleichsweise niedrig.

Da dies nun doch nicht ausschließlich ein Loblied auf die StO.AG sein soll, auch wenn sie es verdient hat, habe ich noch ein Anliegen. Laut den verrückten Plänen die Aufgrund des Spardiktats der Bezirksregierung Düsseldorf erdacht werden, soll der oberhausener ÖPNV mehr als eine Million Euro einsparen was defacto den Todesstoß bedeuten würde. Deshalb dürfen die Pläne der Bezirksregierung und des Stadtrates keinen Erfolg haben. Da geht es nämlich nicht darum einer stark verschuldeten Stadt zu helfen (die Pro-Kopf-Verschuldung einiger anderer NRW-Städte ist höher), sondern die letzte von der SPD regierte Großstadt in NRW zu schleifen und dies soll unter anderem dadurch geschehen das der Nahverkehr und andere wichtige Bereiche der Infrastruktur kaputtgespart wird. Zum Beispiel Einstellung der SB95, Ausdünnung der Takte und NE-Verkehr bereits ab 21 Uhr dann aber nur alle 90 Minuten oder zwei Stunden. Also schreiben sie Ihren Stadtrat, protestieren Sie bei der Bezirksregierung und tun Sie alles was Ihnen einfällt damit der Oberhausener ÖPNV nicht geopfert wird, dann hätten Sie nämlich wieder wirklich Gründe sich aufzuregen.

Gruß
Ihr Seraquael

PS Dieser Link führt zu einem WAZ Artikel die den Angriff der Bezirksregierung mit den Artikeln auf die verwiesen wird noch einmal ein wenig beleuchten. Die Informationen über die Sparmassnahmen stammen von verschiedenen StO.AG Fahrern und sind wohl mittlerweile auch anderweitig veröffentlicht worden

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