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RWO’s neuster Fehler und warum kleine Vereine klein bleiben

23 Feb

Wie der RWO-Vorstand nach dem lang anhaltenden Tiefflug von Platz 3 auf Platz 16 der Zweiten Bundesliga am gestrigen Dienstag den 22.2.2011 auf der Internetseite des Vereins bekanntgab, entlässt er in scheinbar perfekter Harmonie mit dem Aufsichtrat den Trainer und sportlichen Leiter Hans-Günter Bruns.

Hans-Günter Bruns beim Spiel gegen den VfL Osnabrück

Diese Entscheidung ist hanebüchener Unsinn. Es gibt einige Faktoren die RWO auf den Relegationsplatz geführt haben. Die Leistung von Herrn Bruns ist keiner davon.

Wie andere Mannschaften vor uns gezeigt haben ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit im heutigen Profigeschäft zu überleben wenn der Jahresetats eines Vereins soweit hinter dem Durschnitt der Liga zurückliegt. Zum Beispiel mussten auch Wattenscheid, Wehen Wiesbaden und Unterhaching diese Erfahrung schon schmerzhaft machen. Hinzu kommt ein mangelnder Rückhalt in der Oberhausener Bevölkerung, die Zuschauerzahlen im Stadion Niederrhein sind seit Jahren absolut mies und reichen oft nicht einmal aus um die Kosten des Heimspiels zu bestreiten. Die Stadtverwaltung oder sonstige Stellen die die Macht und das Geld hätten RWO bei einer dringend anstehenden Stadionsanierung unter die Arme zu greifen halten sich bedeckt, während Vereine anderer Städte denen es finanziell gut geht, oder die ihre Bürgermeister glatt erpressen immer wieder Millionen von Kommunen, Ministerien oder auf Umwegen auch vom DFB bzw. den DFL bekommen. Mit solchen Mitteln ließen sich die Zuschauerzahlen sicherlich steigern, einmal mit einem attraktiveren Stadion und zum anderen mit der nötigen Öffentlichkeitsarbeit und Medienpräsenz um sich Fans zurückzuerobern die in den zurückliegenden langen Phasen der Bundesligaabstinenz zu anderen Vereinen in Nachbarstädten Oberhausens abgewandert sind, und mehr Zuschauer bedeutet auch mehr Geld, mehr Medienpräsenz, ein höherer Bekanntheitsgrad und wieder mehr Geld.

Dann hätten wir da auch die andauernde Benachteilugung durch die DFL:

- Erstens ist die Verteilung der Fernsehgelder gnadenlos ungerecht und bevorteilt die großen, ohnehin schon reichen Vereine ungemein, wobei wir nicht vergessen dürfen das Vereine wie Schalke, Bayern oder Hertha zwar durch ihre Popularität die meisten Zuschauer bringen zwei Profiligen mit einer handvoll Großvereinen aber schlicht nicht möglich sind. Auch sind die Spieltermine für kleinere Clubs meist die unattraktivsten, so dass es schwierig ist den Bekanntheitsgrad zu steigern.

- Zweitens ist der Schlüssel nach denen die Beihilfen Beiträge und sonstigen Zahlungen an und von der Liga berechnet werden ebenfalls auf den Vorteil der Großvereine ausgerichtet. Da diese die Liga aber auch mitkontrollieren, z. Bsp. durch ehmalige Funktionäre und Spieler, kommt man schnell auf den Gedanken, dass hier ganz bewusst einige (Nachbar-)Vereine klein gehalten werden sollen.

- Und drittens hätten wir noch die Konzentration von Mannschaften der ersten bis dritten Liga in und um das Ruhrgebiet, die der DFL schon länger ein Dorn im Auge ist. Dies ist ein Problem speziell RWO’s, da wir erst seit relativ kurzer Zeit wieder im Profisport mitmischen und sich viele potentielle oder auch ehemalige Fans und Mitglieder für Vereine unserer Nachbarstädte wie dem MSV, Schalke oder Dortmund engagieren. Gerade diesen reichen und großen Vereinen und DFL bzw. DFB ‘Mitentscheidern’ kann es überhaupt nicht recht sein wenn sich weitere Vereine in der Umgebung in der ersten oder zweiten Bundesliga etablieren und es gibt definitiv Strömungen die Versuchen das verdeckt aber doch aktiv zu unterbinden.

Wie hängen nun Finanzen und Leistung zusammen wenn man es doch in die zweite Liga geschafft hat?

Ganz einfach. Das RWO-Standardschema seit dem Aufstieg in die zweite Liga und auch schon bei unserem letzten Gastspiel dort um die Jahrtausendwende ist Folgendes:
Ein starker Saisonbeginn mit einer guten und motivierten Mannschaft, der uns ins obere Tabellendrittel, diese Saison soagar bis Platz drei führt (2003 sogar zur Herbstmeisterschaft). Dann, spätestens nach dem ersten Viertel der Rückrunde macht sich bemerkbar das es im Kader zu wenige Spieler gibt die wirklich Zweitliganiveau haben und die die da sind, sind überlastet, ausgebrannt und nach einer Reihe Heimspielen vor 4000 Zuschauern und der Tatsache das sie in Oberhausen niemand kennt oder auf der Marktstraße um ein Autogramm bittet auch nicht mehr so motiviert, wer will es ihnen verübeln. Außerdem führt Überlastung auch zu häufigeren Verletzungsausfällen. Ganz einfach weil das Geld für die entsprechenden Gehälter und Ablösen fehlt wird der Profikader zu Beginn jeder Saison mit talentierten Amateurspielern aufgestockt die aber noch nicht die Erfahrung und das Können für die zweite Liga mitbringen und nun für die verletzten Profispieler einspringen müssen, und sicherlich auch ihr bestes tun aber einfach NOCH nicht gut genug sind, und wenn sie es sind lockt ein andere Verein mit dem doppelten Gehalt oder RWO braucht die Ablöse und weg sind sie. Auch fehlt das Geld für teure Trainingslager und Erholungs bzw. Rehaaufenthalte, was sich im Laufe der Saison natürlich auch bemerkbar macht. So sind wir dann fünf bis zehn Spieltage vor Saisonende immer wieder an dem Punkt der Abstiegsbedrohung und müssen alle Kräfte und eigentlich überlastete Spieler mobilisieren um in der Liga zu bleiben.

Alles in allem muss man gerade vor diesem Hintergrund sagen, dass diese Entlassung von Bruns wohl eher ein verzweifelter PR-Gag ist als echter sportlicher Notwendigkeit entspringt. Dieser PR-Entscheidung geht aber so massiv zu Lasten der Mannschaft und eines Mannes der RWO überhaupt erst wieder dahin geführt hat wo es was zu verlieren gibt, dass ich auf der nächsten Mitgliederversammlung garantiert gegen die Entlastung des Vorstandes stimmen werde. Denn bei allem Respekt vor Oli Adler, die Erfahrung und sportliche Größe von Bruns fehlt ihn noch und mir fällt auf die schnelle kein Trainer ein der nach Oberhausen kommen könnte um das Ruder rumzureißen, zumindest nicht freiwillig, und sollte der Vorstand diese Kündigung wirklich ausgesprochen haben ohne einen adäquaten Ersatz zu haben, dann möge sich Herr Sommers warm anziehen. Da wäre größerer Ärger vorprogrammiert. Am besten wir schauen mal was Ristic im Moment so zu tun hat. Vielleicht bekommen wir ihn dazu RWO noch einmal zu retten.

Gruß Sera

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Siiiiiiiieeeeg! RWO ist zurück

16 Feb

Dieser Artikel auf  der Hompage von Rot-Weiß Oberhausen und dieser NRZ-Artikel beschäftigen sich mit dem fulminanten Sieg von RWO über unsere Gäste aus St. Pauli. Natürlich rechne ich mir als treuer Fan, der aber aufgrund seines Wohnortes, zum ersten mal seit nunmehr 13 Jahren wieder bei einem Heimmspiel war einen nicht unerheblichen Anteil daran an, meine Anwesenheit nach viel zu langer RWO-Abstzínenz hat das nötige Glück gebracht, dass wir ausgerechnet an einem Freitag, den 13., nachdem ich 13 Jahre nicht da war, einen so schönen und bitternötigen Sieg über eine, zumindest in der zweiten Halbzeit, starke Mannschaft vom Millerntor einfuhren.

So, jetzt mal Scherz beiseite. Es war ein wirklich schönes Spiel auch wenn die zweite Halbzeit fast schon ein bisschen zu Viel für mein schwaches Herz gewesen ist. Also beim nächsten mal, liebe RWO Spieler, bitte mit einer Führung nicht in der eigenen Hälfte verstecken sondern weiter so nach vorne Spielen wie am Anfang, dann hätten wir ein Handballergebnis von mindestens 7 : 3 eingefahren und die letzte viertel Stunde nicht so zittern müssen.

Aber auch den anderen Fans muss ich was ins Gebetbuch schreiben. Nicht nur jubeln und kreischen wenn ein Tor fällt, sondern durchaus auch schon mal vorher zwecks Anfeuerung, bis auf die letzten fünf Minuten war aus unseren Stadionecken fast nichts zu hören, da kann man wirklich mal ein bisschen mehr Enthusiasmus erwarten. Die meiste Zeit über waren die Pauli Fans ohrenbetäubend und ich stand in der Emscherkurve, also dem am weitesten vom Gästeblock entfernten Punkt im Niederrheinstadion.

Aber nichts desto trotz, es war ein schönes Spiel und ich hoofe auf zahlreiche Wiederholungen mit möglichst vielen lärmenden Zuschauern.

Gruß 
Ihr Seraquael

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