Archiv | Januar, 2011

Alice Schwarzer zum Ersten. Ein Mercatorvortrag der ihr wahres Ich verschleiert

28 Jan

Hallo Leute,

Ich glaub’s nicht, Deutschlands Kampffeministin Nummer 1 meldet sich mal wieder zu Wort und weil Sie in der letzten Zeit etwas in Vergessenheit geraten ist wählt Sie natürlich das Lieblingsthema aller gesellschaftsverändernden Moralapostel wenn sie mal wieder auf sich Aufmerksam machen wollen, den Islam mit allem was dranhängt.

Eigentlich putzig, schon als ihr die Mercator-Professur angetragen wurde fragte ich mich ob der Wegfall der Studiengebühren ein so großes Loch in die Kasse der Uni Duisburg-Essen (Buuh, ich will die Gerhard-Mercator-Universität zurückhaben) gerissen hat das sie selbst auf so geringe Bestechungssummen angewiesen ist wie sie Frau Schwarzer noch bezahlen kann, die Besetzungscouch kommt für sie ja wohl nicht in Frage, allerdings weiß man ja nie. Auf jeden Fall finde ich es unglaublich das die UDE dieser Populistin jetzt noch das Forum der traditionsreichen Audimaxvorträge zur Verfügung stellt um ihre halbgaren, subjektiv verzerrten, und wenn überhaupt, populärwissenschaftlichen Theorien unters Volk zu bringen.

Frau Schwarzer war und ist Zeit ihres Lebens eine Schwätzerin die versucht hat ihren völlig sinnentleerten Männerhass in scheinbar feministischen Licht darzustellen. Sie hatte lediglich das Glück in der Vergangenheit, ein oder zweimal, die Gelegenheit zu bekommen in Talkshows oder sonstigen hochkarätigen Diskussionsrunden, die es in die Nachrichten geschafft haben, mal einigen berühmten Menschen ‚übers Maul zu fahren’ was ihr eine gewisse, unverdiente Popularität eingebracht hat die sie, das muss man ihr wirklich lassen, geschickt in Geld und die Gründung der pseudofeministischen Zeitschrift Emma umgemünzt hat.

Ich habe noch nie gehört das sie ein wirklich neue feministische Theorie, sonstigen gesellschaftspolitischen oder sozikulturellen Gedanken oder auch nur eine innovative Idee ins Spiel gebracht hätte der nicht schon vorher von irgendjemand anderem geäußert worden wäre. Allerdings versteht sie es meisterhaft solche Theorien und Gedanken herauszupicken die es zu einiger Popularität bringen und es dann so darzustellen als wäre ihr der Einfall gekommen. Das beste Beispiel ist die berühmte Kampagne des Stern ‚Wir haben abgetrieben’ 1971, gegen den § 218, sie wird, auch von sich selbst, immer als Initiatorin dargestellt, obwohl der wirkliche Impuls vom damaligen, sehr bekannten, Stern Redakteur Winfried Maaß und dem französischen Publizisten Jean Moreau, der Monate vor dem Stern genau die selbe Aktion in der französischen Zeitschrift ‚Le Nouvel Observateur’ durchführte.

Alles in allem kann ich nur sagen das ich die Mercartor-Professur für Schwarzer mit den entsprechenden Vorträgen als einen Riesenfehler der Universität ansehe, was mittlerweile wohl auch der Rektor Dr. Radke gemerkt hat, da sie bei ihrem Vortrag recht eindeutig zur Mäßigung verdonnert worden war und einen großen Teil vom Blatt ablas, angeblich der wissenschaftlichen Genauigkeit zu liebe. Aber erstens macht sie solche Veranstaltungen gewohnheitsmäßig zu einem demagogischen Zirkus bei dem es darum geht wer am lautesten Schreien und am dümmsten Labern kann und zweitens wurden die abgelesenen Passagen so eindeutig nicht von ihr, oder zumindest so stark überarbeitet, dass sie für das Vortragsskript eigentlich noch einen Ghostwriter angeben müsste.

Verstehen sie mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau, Moslems und Christen oder sonst wem, aber ich finde es wesentlich effektiver einfach alle Menschen gleich zu behandeln als immer wieder auf die Unterschiede hinzuweisen um dann vollkommen eigennützig in einer populistischen bis demagogischen Schlammschlacht darauf hinzuweisen wo es vielleicht noch ein paar Missstände gibt nur um selbst im Tagesgespräch zu bleiben, so wie es Frau Schwarzer tut, womit sie dem Femminismus und der Gleichberechtigung immens schadet.

Gruß Sera

Startseite

Jahresanfang und alles bleibt gleich

25 Jan

Hallo liebe Leser!

Dieses Blog scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Nachdem es nun schon aus mehreren Gründen größere Pausen gegeben hat, warf mich jetzt ein Bluthochdruckphänomen das sich laut Arzt irgendwo zwischen einer leichten Durchblutungsstörung im Gehirn und einem leichten Schlaganfall befindet für einige Wochen aufs Krankenlager und auch wenn es einem meiner WG-Mitbewohner recht schnell gelang Handy und MacBook ins Krankenhaus zu schmuggeln, musste ich feststellen das ich nicht in der Lage war längere Texte zu schreiben, so dass ich mich auf Linktipps über meinen Twitteraccount und ein bisschen redaktioneller Arbeit am Nordrhein-Westfalen Anzeiger der sich über gezielte Tweets mit Link und #NRW Hashtag ganz gut gestalten lässt, auch wenn er sich mittlerweile zum Selbstläufer entwickelt hat.

Also, es ist viel passiert in Essen und Umgebung, als erstes hätten wir da die unendliche Geschichte, na errät es jemand? Ja, der Schienengebundene Nahverkehr an Rhein und Ruhr. Jetzt scheinen die endlosen Mauscheleien um den Betrieb des VRR-Nahverkehrs endlich mal allen Beteiligten um die Ohren zu fliegen. Nachdem die Gerichte nun gezwungen sind eine Klage weiterzuverfolgen die Abellio vor einigen Monaten gegen die Bahn AG eingereicht hat, die heute aber niemand mehr will weil Abellio von der DB längst mit dem Betrieb der zwei S-Bahnlinien 5 und 8 bestochen werden sollte, kommt wahrscheinlich ein Altvertrag wieder zum tragen mit dem die Bahn letztes Jahr den VRR erpresst hat damit dieser den Schienenahverkehr bis 2023 ohne Ausschreibung in Ihren Händen belässt. Nachdem dieser Altvertrag den VRR zu sofortigen Zahlungen von 120 Mio Euro verplichtet hätte, der finanzielle Ruin von VRR und den dahinterstehnden städtischen Nahverkehrsunternehmen, ging der VRR auf die Erpressung ein und handelte einen Neuen, längeren Vertrag ohne Ausschreibung aus, welcher wahrscheinlich für ungültig erklärt oder zumindest vom Kartellamt zerpflückt wird. Da die Klage von Abellio mittlerweile zum Selbstläufer geworden und nicht mehr zuückgezogen werden kann, weil das Bundeskartellamt den Deal zwischen Abellio und der Bahn um den Betrieb der schon erwähnten S-Bahnlinien unterbunden hat, führt nun kein Weg mehr an der gerichtlichen Prüfung des neuen Vertrages zwischen DB und VRR vorbei der, weil ohne Ausschreibung vergeben, mit Sicherheit in Teilen, wahrscheinlich aber komplett, für nichtig erklärt wird.

Den ehemaligen VRR-Chef Husman wird es freuen er war aufgrund seiner Weigerung sich von der Bahn erpressen zu lassen vom NRW Abteilungsleiter im Bundesverkehrsministerium Wolff (CDU) gefeuert worden, der dafür die Stelle des Hauptgeschäftsführers beim DB gesteuerten Verbandes Deutscher Verkehrunternehmen bekam.

Da der VRR nicht in der Lage ist die dann anfallenden 120 Mio € zu begleichen wäre der VRR der ‘Vertragsbrecher’ und könnte die Bahn nur noch dazu zwingen eine Art Notversorgung mit ausgedünnten Takten, verkürzten Zügen und Fahrzeugen der Wahl, also wahrscheinlich den ältesten Klapperkisten die rumstehen, anzubieten. Ein Zustand der von der Gerichtsentscheidung am 8. Februar an mehrer Monate Anhalten könnte, den so eine Ausschreibung braucht schon ihre Zeit. das würde der VRR und die Bahn dann endlich mal selbst miterleben. Auf die gegenseitigen Schuldzuweisungen in der Presse bin ich jedenfalls jetzt schon gespannt, außerdem bin ich gerade dabei mich nach einem gebrauchten Kleinwagen für die nächsten paar Monate umzusehen. Dies sollten alle SPNV Nutzer im VRR tun.

Dann versank die Stadt noch im Schneechaos und taute wieder auf. Allerdings langsamer und unter viel größeren Schwierigkeiten als alle anderen Städte im Pütt. (Natürlich wurde trotz verdoppelter Schneeräumgebühr in meiner Straße überhaupt nicht geräumt und wenn schon da nicht könnte ich mich mit der Abgabe vielleicht noch wohl fühlen wenn die Wirtschaftsbetriebe die Innenstadt und sonstige Fußgängerzonen sowie die EVAG-Anlagen eisfrei halten würden aber natürlich, die 107 fuhr bekanntermaßen tagelang gar nicht und den Versuch meine Großeltern in Borbeck am Heiligen Abend zu besuchen bezahlte ich mit einem verstauchten Fuß und einigen herrlichen blauen Flecken auf meiner Schulter und dem rechten Arm. Ich hatte doch tatsächlich gedacht, nachdem ich mit der S-Bahn bis zum Borbecker Bahnhof gekommen bin, würde es mir gelingen die letzten 500m auch noch zurückzulegen. Dummerweise entsprechen diese 500m der Marktstraße die den Hügel hoch zum Germaniaplatz führt. Ich kam mir vor wie beim Eiswandklettern, nur dummerweise ohne Pickel und Krallenschuhe und trotzdem ich es zum Schluß auf allen Vieren probiert habe bin ich diesen Sch***hügel nicht hochgekommen. Insgesammt fünf Stunden sinnloses Fahr-, Lauf- und Friervergnügen am heiligen Abend, danke Stadt Essen, danke EVAG, aber sowas haben bestimmt viele Essener erlebt, also fahren wir mal weiter.)

Um Fantastische 122,4 Mio wurden die letztjährigen Sparvorgaben und -vorhaben der Stadt Essen übertroffen an deren Erarbeitung wir über diese nette Homepage mit den Sparprojekten zum anklicken wir für die Zukunft ja alle mitarbeiten konnten (Nur zu dumm, das die Bürger Sparschwerpunkte setztendie den Stadtoberen s wenig ins Konzept passten, dass das ganze, selbst millionenschwere Projekt, schnell in der Versenkung verschwand). Für den Stadtkämmerer ein Grund zu feiern und genauso weiter zu machen. Bravo!

(Natürlich sollte dabei nicht unter den Tisch fallen das der Kahlschlag in der Essener Bäderlandschaft, dem Kulturangebot, soweit es nichts mit dem Kulturhauptstadtjahr zu tun hatte (mit anderen Worten Projekte wo die Kruppbonzen keine Millionen steuervorteilhaft versenken konnten), dem Sportangebot, der Schulförderung usw. zum großen Teil gar nicht nötig gewesen wäre, ganz zu schweigen davon, dass man die sprudelnden Steuereinnahmen die den Etat 2010 doch noch rumgerissen haben durch die massive Gewerbesteuererhöhung dafür wohl für die nächsten Jahre abgewürgt hat. Ach ja, nicht unerwähnt bleiben sollte, dass man die Bürger nun entgültig wie Zitronen ausquetscht da man praktisch sämtliche städtische Gebühren und Steuern, vom Parken bis zum nicht erfolgten Schneeräumen, massiv erhöht hat, teilweise mehr als verdoppelt. Das wird dafür sorgen das die Stadt Essen in Zukunft noch schneller als bislang (wohlhabende) Bürger verlieren wird, die ihren schönen Einkommensteueranteil natürlich mitnehmen und in Zukunft an Velbert, Mühlheim oder Haltern bezahlen werden. Und last but not least die Personaleinsparungen wie dem Beförderungsstop, was dafür sorgt das sehr gute Kräfte abwandern und die Moral bei den restlichen ins Bodenlose sinkt, dem verdeckten Personalabbau durch die Nichtverlängerung von Zeitverträgen und dem Verbot von Neueinstellungen, der schon jetzt in einigen Bereichen zu so schwerem Personalmangel führt das fest geplante städtische Projekte wie beispielsweise eine Dauerausstellung zur Essener Geschichte nicht umgesetzt werden können und natürlich trifft es wieder zuerst den Kulturbereich. Schauen wir uns die Stadtbibliothek an, das Personal ist unter der sowieso in den letzten Jahren zusammengestrichenen Sollstärke und teilweise überaltert. Der Anschaffungsetat ist ein Witz und es dürfte wohl wieder nur eine Frage der Zeit sein bist die nächsten Zweigstellen die Öffnungszeiten noch weiter reduzieren oder ganz schließen. Also Herr Paß und Herr Stadtkämmerer Klieve: Bravo! Machen sie so weiter und Essen schafft sich ganz alleine ab, dann gibt es auch keine Probleme mehr.)

Gruß Sera

Startseite

Das war 2010 in kurzen Worten

4 Jan

Hello folk,

nachdem ich mich nun im Weihnachts- und Neujahrswirbel länger nicht gemeldet hatte beginne ich das neue Jahr mit einem Rückblick auf das Alte und etwas, das scheinbar eine neue Bloggertradition wird, einer Jahresliste:

2010 nach langer Zeit wieder getan?
ins Theater gegangen (Brecht’s Dreigroschenoper, war so genial das ich Karten für den Rest des Jahres abonnierte, für 2011 auch schon)

2010 leider gar nicht getan?
an einem großen Familientreffen teilgenommen

Wort des Jahres?
Wutbürger

Zugenommen oder abgenommen?
im Laufe des Jahres +/- 5kg

Stadt des Jahres?
San Francisco

Haare länger oder kürzer?
viel länger

Mehr ausgegeben oder weniger?
mehr verdient, mehr ausgegeben, mehr gespart

Verliebt?
ja

Getränk des Jahres?
Rumtopf

Essen des Jahres?
Himmel und Erde

Most called persons?
el jefe

Die schönste Zeit verbracht mit?
meinem neugeborenen Patenkind

Die meiste Zeit verbracht mit?
meinen Arbeitskollegen

Song des Jahres?
Fireflies von Owl City

CD des Jahres?
Digitale Wiederaufarbeitung der 1958er Aufführung von Lakmé am Théâtre National de l’Opéra-Comique in Paris mit Mado Robin in der Rolle der Lakmé

TV-Serie des Jahres?
Burn Notice (inkl. Spionageanleitungen)

Erkenntnis des Jahres?
selbst Regional- und Linkspolitikern sind die Bürger mittlerweile egal

Drei Dinge auf die man gut hätte verzichten können?
selbst erzeugter Stress
auf die Fernsehsender RTL, Sat1 und VIVA/MTV
Angela Merkel

Beste Idee / Entscheidung des Jahres?
Aus allen politischen Parteien (LINKE und Piratenpartei), halbstaatlichen oder sonstigen  Organisationen (AWO, ASB, Greenpeace und terre des homme) und der Gewerkschaft (ver.di (noch zu ÖTV-Zeiten eingetreten)) auszutreten

Schönstes Ereignis?
das Finden einer neuen Liebe
das Finden einer neuen Ordnung in meinem Leben
und das finden eines neuen Gleichgewichts in mir

Hirnrissigster Plan?
neben meinen sonstigen Verpflichtungen auch noch einen Buchladen zu führen (habe mittlerweile 50% verkauft und bin nur noch ‚weitgehend’ stiller Teilhaber (auch wenn ich mir manchmal auf die Zunge beißen muss))

Gefährlichste Unternehmung?
Paragliding von der Golden Gate Bridge,
finanziell der Erwerb der o. g. Buchhandlung

Bester Sex?
Schwerenöter

Teuerste Anschaffung?
nach langem überlegen der erste komplett neue Rechner seit 7 Jahren und ein MacBook

Beeindruckenste Buch?
Der Club der unsichtbaren Gelehrten (selbst wenn es ein unvoreingenommener Leser furchtbar finden sollte, bei Terry Pratchett bin ich einfach nicht in der Lage objektiv zu sein)

Ergreifendster Film?
immer noch ‚The Green Mile’ außerdem gab es dieses Jahr so und so nichts gescheites Neues

2010 zum ersten Mal getan?
eine Dreiecksbeziehung eingegangen (keine Bange alle Beteiligten wissen voneinander)

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
meine beste Freundin ihren prügelnden Ehemann zu verlassen

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
hab meine Tante zwei Wochen Urlaub auf Lanzerote geschenkt und mich in der Zeit um Firma und Kinder gekümmert damit sie endlich mal ausspannen kann

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zuneigung und Interesse

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ich liebe dich

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich liebe dich

2010 war mit einem Wort?
interessant

Gruß Seraquael

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 71 other followers