Hinweise in eigener Sache

21 Apr

Hier enige Hinweise in eigener Sache:

Das „Freche Community Radio“ ist wieder online. Ab dem morgigen Freitag moderiere ich dort wöchentlich ab 22 Uhr die Sendung „Studio 54 meets Geier Sturzflug“ mit den besten deutschen und englischen Disco-Fox, NDW  und Synthie-Pop Hits der 70er und 80er Jahre. Also hört zu, amüsiert euch und tanzt recht viel.

Meine paper.li Zeitung „Der Nordrhein-Westfalen Anzeiger“ wird ab heute um die Hashtags #Ruhrgebiet, #Ruhrpott, #Westfalen und die meisten größeren NRW-Städte erweitert. Jeder kann über die Nutzung dieser Hashtags und des schon vorhandenden #NRW Tags über Tweets Links zu passenden Texten und sonstigen Materialien vorschlagen.

Seraquael ist ab sofort bei Facebook zu erreichen.

Gruß Sera

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Wir suchen einen Zivildienstersatz, zum Zweiten

16 Apr

Den Anstoß zu diesem Thread liefern, wie so oft, ein Artikel der WAZ/NRZ in dem von verschiedenen, wahrscheinlich geisteskranken, Mitgliedern der CDU die Forderung vorgebracht wurde HartzIV-Empfänger sollten zu den Jobs des bisherigen Zivildienst zwangsverpflichtet werden. Dieser idiotische Vorschlag kommt von den so genannten Sozialexperten der CDU Carsten Linnemann und Peter Tauber.

Natürlich ließ das Echo der vollsten Unterstützung von Otto Wulff, dem Vorsitzenden der Senioren Union, nicht lange auf sich warten, aber der Mann hätte es sowieso am liebsten das jeder unter 40 sein komplettes Einkommen in die Rentenkasse einzahlt und zu jeder beliebigen Zeit Menschen über 65 als Arbeitssklave zur Verfügung steht.

Aber neben dem irren Wünschen dieser Menschen gibt es noch eine weitere Sache zu beachten. Im Prinzip genau so wie bei den Eurojobs war niemals angedacht das Zivildienstleistende Aufgaben des bezahlten Personals übernehmen, sondern sie sollte Zusatzaufgaben übernehmen die von Heimen und Krankenhäusern dazu genutzt werden sollten die Lebensbedingungen und Pflegequalität über das gesetzlich vorgeschriebene Maß zu verbessern. Das heißt alle Einrichtungen die sich an den Gesetzestext gehalten haben dürften eigentlich keine Probleme bekommen, während die anderen jetzt das Personal einstellen müssen das sie laut Gesetz sowieso schon längst haben müssten. Warum besteht da jetzt laut CDU plötzlich so ein großer und vor allem schneller Handlungsbedarf? Und warum fragt die WAZ da nicht mal nach als in dem Artikel lediglich das nachzubeten was dieser CDU-Schmock labert.

Fakt ist es soll bitteschön genau so weitergehen wie bisher. Zwangsarbeiter übernehmen wie bisher, praktisch unbezahlt, einen personalintensiven aber nötigen Teil der Aufgaben für die man nicht besonders ausgebildet sein muss, den Patientenbetten hin und her fahren oder Bettpfannen säubern ist nicht weiter schwierig. Die Krankenhäuser, das DRK (CDU nah) und die vielen Altenheime die von kirchlichen Organisationen betrieben werden (CDU näher geht es nicht) scheffeln weiter Millionen in dem sie Alten Menschen und deren Angehörigen Rente und Einkommen abknöpfen während Oma dann noch 20 Euro Taschengeld im Monat bezahlt bekommt und alles bleibt beim Alten.

Genau jetzt wäre die Zeit an diesen Zuständen etwas zu ändern und schon zaubert die CDU einen Plan hervor der alles in den bekannten Bahnen belässt, wobei die SPD nicht viel besser ist, ich erinnere an Frau Krafts Idee, vor ein paar Monaten, des sog. sozialen Arbeitsmarktes. Schon damals habe ich spekuliert ob die nicht dem abzusehenden Wegfall der Zivis geschuldet war.

Und das ist erst Schritt eins. Ich verwette meine Haare, in ein paar Monaten gibt es dann eine neue Initiative. Dann wird ein Programm aufgelegt, das in einer Ausbildung- bzw. Weiterbildungsoffensive versteckt ist und plötzlich werden ganz viele HartzIV-Empfänger zu Rettungsassistenten und Pflegehelfern ausgebildet um auch die restlichen der weggefallenen Zivistellen endlich aufzufüllen. Das fängt sogar jetzt schon an. Schließlich ist eins der beliebtesten Umschulungsprojekte des Essener JobCenters sowie in vielen anderen Großstätdten das zum Altenpflegerhelfer. Einem Ersatz für exam. Altenpfleger die später in der Realität die gleichen Aufgaben wie normale Altenpfleger leisten aber nur zwei Drittel des Lohns bekommen, der auch für exam. Altenpfleger nicht gerade üppig ist und vielfach erst einmal durch verschiedene Praktika und Eurojobs gehen bevor sie dann vielleicht mal einen Jahresvertrag bekommen. Diese Aktion ist meiner Meinung nach ein Testlauf für die weitere Planung der CDU und hat im Bereich der Altenpflege ein perfektes System von Zwangsarbeit und Ausbeutung geschaffen, dass nun auf die gesamte Pflegebranche umgelegt werden soll.

Ich meine ich habe nicht mal was dagegen wenn ein 55 jähriger HartzIV-Empfänger Heimbewohner in die Innenstadt oder den Park begleitet oder abends mit ihnen Skat oder Schach spielt. Wenn er dafür noch etwas Geld bekommt umso besser, denn reell betrachtet wir der auf dem ersten Arbeitsmarkt bis zu Rente nie wieder einen Job bekommen. Zumindest nicht in Deutschland wo Erfahrung nur dann zählt wenn man höchstens 35 ist. Aber ersten sollte dies nur freiwillig geschehen, weil sich jemand der so was unter Zwang tut zu einer echten Katastrophe entwickeln kann und zweitens sollten Krankenhäuser für alle pflegerischen und hauhalterischen Tätigkeiten, also auch Putzen, Kochen und Bettpfannen säubern normal bezahltes Personal einstellen müssen wie jeder andere Betrieb in Deutschland auch.

Gruß Sera

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Dies und Das

10 Apr

Hallo Leute,

Viel ist passiert in den letzten paar Wochen und so machen wir einen kleinen Schlenk durchs Revier.

I. Station: Oberhausen goes Hollywood. Die im Ruhrgebiet bekannte und in Oberhausen ansässige Filmproduktionsfirma Steel WorX dreht den neuen Kinofilm „Kleine Morde“ zum Teil im Oberhausener Ratssaal. Laut NRZ wird der Saal im Rathaus am Galgenberg dafür in einen futuristischen Gerichtssaal verwandelt,  auch für andere Standorte in der Stadt wurden Drehgenehmigungen beantragt, denen der Rat, neben der Freimachung des Ratssaals, bereits begeistert entsprach. Auch buhlt die Stadt derzeit darum Heimat des neuen WDR Tatort aus dem Ruhrgebiet zu werden. Neben den anderen Bewerbern Essen, Mülheim, Gelsenkirchen und Dortmund werden Oberhausen zwar nur Außenseiterchancen eingeräumt, dafür ist die Stadtverwaltung,  die sich davon einen weiteren Tourismuszuwachs verspricht, mit Elan bei der Sache. Und außerdem: Dortmund ist doch eigentlich schon Westfalen, Mülheim zu klein, Gelsenkirchen zu hässlich und Essen im WDR zu überrepräsentiert. Bleibt eigentlich nur Oberhausen übrig.

II. Station: Im Essener Norden treibt zur Zeit scheinbar ein Brandstifter sein Unwesen. Offiziell wurde noch nichts bekannt gegeben aber es gab eine auffällige Häufung von Bränden in Katernberg, Stoppenberg und dem Nordviertel die mit Statistikausreißern eigentlich nicht mehr zu erklären sind. Dem bislang aufsehenerregendsten Feuer viel das sog. Haus auf Zeit auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zeche Zollverein zum Opfer. Hier spricht die Polizei und die zuständigen Brandermittler der Feuerwehr zwar von Brandstiftung, aber noch läßt sich keiner zu einer Aussage über einen Serientäter verleiten.

III. Station: Am kommenden Samstag, den 16.04.2011 um 10:00 Uhr findet im Düsseldorfer Landtag ein Bürgerkongress zum Thema „Energiewende in NRW durchsetzten – Anti-Atom-Konferenz“ statt. Es geht um die Abschaffung der Kernenergie und dem Ausstieg aus der Kohleverstromung sowie den Ausbau der Erneuerbaren. Es sprechen Vertreter aus Wirtschaft und Politik sowie einiger Bürgerinitiativen. Auch werden die hohen Strompreise ein Thema sein und die Möglichkeiten ausgelotet sie durch eine Rekommunalisierung von Stromnetzten und Erzeugung in den Griff zu bekommen. Ausrichter ist die Fraktion der Linkspartei unter der Duisburger Abgeordneten Anna Conrads. Es wird um eine Anmeldung bis zum 13.04. unter der Telefonnummer 0211/ 884-4648, oder per Mail bei: bianca.thiele@landtag.nrw.de gebeten

IV. Station: Das Bildungspaket für HartzIV-Empfänger, hier mahnt die NRZ heute an, dass von 40.000 möglichen Antragstellern alleine in Essen bislang nur 300 dieses Recht in Anspruch genommen hätten und weist darauf hin das die entsprechende Frist bis Ende des laufenden Monats ausläuft, zumindest was eine eventuelle Nachzahlung ab Januar 2011 angeht. Es gibt kein Konzept, keine genauen Angaben für welche Leistungen eigentlich ein Antrag gestellt werden kann und die erste, ungenaue, Infokampagne ist erst vor kurzem im Internet angelaufen, wo auch erst seit heute die vorläufigen Formulare zu finden sind. Ein Medium für dessen Benutzung im Regelsatz kein Geld vorgesehen ist und das auch nicht viele HartzIV-Empfänger benutzen (können). So kann die Regierung hinterher wenn es um die Auswertung des Erfolgs der ganzen Kiste geht natürlich genau die üblichen Stammtischmeinungen forcieren, das Hartz Familien sowieso kein Intersse an Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe hätten und sich nicht besonders angestrengt wird da es ja nicht um Bier und Zigaretten gehe und wieder mal Stimmung gegen den ärmeren Teil der Bevölkerung durch ein absichtlich undurchführbares Gesetzt zu machen.

V. Station: Noch ein Termin zum Abschluß. Am kommenden Mittwoch, den 13.04.2011 findet um 18 Uhr in der Duisburger Salvatorkirche ein Konzert im Gedenken an die Opfer der Loveparade statt. Etwa 160 junge  Musiker und Betroffene gestalten unter der Leitung der Mülheimer Musiklehrin Annegret Keller-Steegmann diesen hoffentlich mutmachenden Abend und werden alle Zuhörer hoffentlich ein wenig unterhalten nach hause schicken. Mit dabei sind unter anderem junge MusikerInnen der Musikschule Oberhausen, anderer Schulen und privater Musiklehrer

Gruß Sera

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Plichtsprachkurse und -Prüfungen für Immigranten

11 Mrz

Hallo Leute,

Eins vorweg: Am folgenden Thema kann man sich, auch bei einer sachlichen und ehrlichen Diskussion, leicht die Finger verbrennen weil es sehr mit Vorurteilen, Ressentiments und ideologischen Ballast beladen ist, deshalb rufe ich mal in Erinnerung – jeder der meinen Blog auch nur ansatzweise kennt weiß, dass ICH politisch und ideologisch sehr weit links der Mitte stehe und weder Ausländer- oder Minderheitenfeindlich eingestellt bin. Trotzdem habe ich eine eigene Meinung die manchmal halt nicht mit, nennen wir es mal, der linken Hauptströmung übereinstimmt. Außerdem scheue ich mich nicht über Themen zu schreiben bzw. meine Meinung zu äußern die in Deutschland normalerweise mit einem großen ideologischen Vorhängeschloss ausgestattet sind wenn man nicht von vornherein den Standard nachplappert der einen in eine bestimmte Ecke der Gesellschaft drängt. Auch gebe ich zu bedenken das ich hier zum Teil über einen Artikel der taz herfalle, einer Zeitung mit deren Inhalt ich ansonsten so gut wie immer konform gehe. Außerdem ist es bislang noch nie vorgekommen, dass ich ein gutes Haar an der Regierung Merkel lasse.

Im Moment spuckt „die tageszeitung – taz“, ein Blatt, das ich täglich lese und mit dem ich eigentlich so gut wie immer auf einer Wellenlänge liege Gift und Galle weil die Bundesregierung plant eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für Immigranten von einem bestandenen deutschen Sprachtest abhängig zu machen, und das auch nur wenn es nicht um Flüchtlinge geht. In dem Artikel „Lern Deutsch, du Opfer!“, alleine der Titel ist schon Humbug, wird von Druck, Drohungen und Repressalien gesprochen wenn es ein bleibewilliger ausländischer Staatsbürger ablehnt sich halbwegs konversationsfähige Deutschkenntnisse anzueignen und diese auch nachzuweisen. Meiner Meinung nach ist der erste Schritt zur Integration in einem neuen Land das Erlernen der Sprache und wie wir insbesondere an vielen unserer türkischstämmigen Mitbürger sehen mussten geschieht dies häufig nicht oder nur mangelhaft. Deshalb finde ich diesen Vorstoß der Bundesregierung richtig und Wichtig. Deutschland ist nun mal ein multikulturelles Einwanderungsland. Eine Entwicklung die ich, als jemand der die guten Seiten der USA kennt, fantastisch finde und aus der ein enormes Potential für unser Land erwächst und diese Entwicklung ist umso erstaunlicher und erfreulicher, wenn man unsere Vergangenheit bedenkt. Trotzdem muss es gemeinsame und Verbindende Faktoren geben und die Sprache ist der mit Abstand wichtigste, zumal man sonst auch an einen Punkt kommen könnte an dem die einheimische Bevölkerung von Teilen der Entwicklung abgehängt wird oder sich ein äußerst ungesunder gesellschaftlicher Partikularismus entwickelt den wir teilweise sogar schon beobachten müssen und das kann genau sowenig richtig sein. Deshalb sage ich auch durch unsere zum Teil schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit: Wenn es nötig ist das Lernen der deutschen Sprache für Immigranten zur Pflicht und zum Gesetz zu machen, auch mit entsprechenden Prüfungen, hat das nicht nur meine volle Zustimmung, sondern sogar Förderung. Das wäre der erste sinnvolle Beitrag dieser Bundesregierung zur Integrationspolitik. Außerdem wären wir damit so ganz nebenbei mit dem Problem der vielen Tausend zu Hause eingesperrten türkischen und arabischen Ehefrauen ein ganzes Stück weiter. Denn meist ist ein großer Teilbereich dieses Problems, das die Ehemänner, zwecks besserer Kontrolle, ganz bewusst unterbinden das ihre Frauen Deutsch lernen. Außerdem versuchen sie mal in ein Land auszuwandern das typischerweise deutsche Immigranten aufnimmt. Im gesamten anglo-amerikanischen Sprachraum werden recht umfangreiche Englischtests durchgeführt und in Kanada muss man sogar Englisch- und Französischkenntnisse nachweisen und ganz im Gegensatz zu unseren haben es die kanadischen Tests wirklich in sich.

Noch ein paar Fakten zum besseren Verständnis:

- Die Deutschtests die zur Pflicht werden sollen existieren bereits sie werden schon länger in den Sprachbereichen der Integrationskurse und den „Deutsch als Fremdsprache“- bzw. „Deutsch für Ausländer“- Kursen (Benennung nach Bundesländern verschieden) genutzt, nur ist momentan ein Bestehen keine Pflicht. Und um sie zu bestehen muss man kein Goethe sein. Es wird ein Wortschatz von ein paar hundert Worten und ein wenig sehr viel einfachere Grammatik abgefragt mit der man sich nicht ganz so zum Affen macht bis man es nutzen kann. Das reicht gerade mal zum verständlichen Sprechen und dem Lesen einer Bildzeitung. Die taz zu lesen wird schon schwieriger. Wahrscheinlich regt sie sich auch deshalb so darüber auf.

- Die jetzigen Pflichtintegrationskurse erstrecken sich nur auf einen recht kleinen Teil der Einwanderer in unserem Land und beinhalten keinerlei Kontrolle über die Fortschritte die gemacht werden. Man muss lediglich teilnehmen. Dies ist im höchsten Masse unbefriedigend, auch für die Migranten die wissen wollen wo sie stehen.

- Ich verstehe nicht wieso immer behauptet wird das zu wenige Plätze in den bisherigen, freiwilligen bzw. den Pflichtintegrationskursen zur Verfügung stehen. Wenn es Regionen gibt in denen dies so ist bedarf es natürlich dringender Abhilfe. Aber ich habe, auch als Dozent, in einem halben Dutzend Kommunen in fünf Bundesländern mit der Materie zu tun gehabt und nie Probleme festgestellt. In den ländlichen Gebieten des Rhein-Neckar-Dreiecks beispielsweise finden selbst in kleinen Gemeinden ab 2000 Einwohnern diese Kurse vor Ort statt was bedeutet das niemand mehr als drei Kilometer fahren muss. In Oberhausen, um mal ins Ruhrgebiet zu kommen mussten in den Jahren 2008 bis 2010 Kurse wegen mangelnder Teilnehmerzahl abgesagt werden. Und auch die waren nicht an abgelegenen Orten oder auch nur der VHS in der Innenstadt, die solche Kurse auch anbietet, sondern sollten mitten in Stadtteilen mit hohem Migrantenanteilen stattfinden.

- So seltsam es sich anhört. Bislang sind wir Migranten im sprachlichen Bereich zu sehr entgegengekommen und haben so auch die Motivation Deutsch zu lernen mit abgewürgt. Beinahe jedes Formular in Behörden, vor allem großer Städte aber auch des Landes und des Bundes gibt es auch in türkischer und mittlerweile polnischer und russischer Sprache. In den allermeisten Behörden mit mehr als zehn Mitarbeitern gibt es mehrsprachige Angestellte und angegliederte Hilfevereine damit Migranten Behördenvorgänge in ihrer Heimatsprache abwickeln können. Es ist in dem für mich zuständigen Finanzamt leichter jemanden zu finden der einem Hilft die Steuerformulare in Türkisch auszufüllen als jemanden der einem Deutschen hilft da durchzusteigen, mein Steuerberater least den Schlachtkreuzer den er Auto nenn ausschließlich mit meinen Honoraren. So was ist als Starthilfe ganz nett aber einem Einwanderer der schon zehn Jahre hier ist sollten solche Hilfen verwehrt werden.

- Über Quotenregelungen findet und vor allem behält man sogar Arbeitsplätze ohne die geringsten Anstrengungen zu unternehmen Deutsch zu lernen. Wer schon mal versucht hat von einem Busfahrer der des Deutschen nicht mächtig ist eine etwas exotischere Fahrkarte zu kaufen oder bei einem Pförtner zu erfragen wie man zum Katasteramt kommt weiß wovon ich rede.

Deshalb muss man abschließend sagen: Wenn man das Thema offen und vorurteilsfrei betrachtet ist eine sprachliche Pflichtintegration richtig und wichtig, auch über Tests. Das zeigen unsere Erfahrungen und Fehler in der Vergangenheit und der Erfolg den viele andere Einwanderungsländer damit haben.

Gruß Sera

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Bürgermeister Paß werbewirksames Scheinmanöver

9 Mrz

Hi!

Jetzt wird unser Bürgermeister richtig niedlich. Um, wie er sagt, nicht nur bei den Häuptlingen zu sparen wird die Dezernentenstelle von Stadtdirektor Christian Hülsmann nicht wiederbesetzt außerdem gäbe es ja da noch den Einstellungsstop durch die Bezirksregierung. Wirklich phantastisch:

1. Bislang hat die Bezirksregierung noch jede Stellenbesetzung auf der Ebene genehmigt.

2. Wie die Ratsopposition richtig bemerkt hat, hat er momentan keine Chance die Stelle mit einem parteinahen Mitarbeiter zu besetzten, was ihm überhaupt nicht passen dürfte, da die momentane Ratsmehrheit ihm schon genug Gegenwind einbringt.

3. Nach den jüngsten Etatkürzung und der Tatsache das die Bezirksregierung faktisch die Kontrolle über weite Teile der Stadtverwaltung übernommen hat bleibt in dem Bereich den Hülsmann bislang betreute sowieso fast nichts zu tun. Personal und Organisation obliegen mittlerweile komplett dem Reierungspräsidenten. Von Sport und Freizeit ist nach der Sparwut der letzten Jahre eh nichts mehr übrig und Feuerwehr und Systemhaus können mit ihren Notetats sowieso nichts anderes als im vergangenen Jahr machen.

4. In den Medien wie WAZ und Lokalzeit schaut ein solches Verhalten natürlich wirklich gut aus.

Deshalb kann man nur sagen: Daumen hoch, anstatt sich zu kümmern das im Rathaus mal die Abteilungsleiter ohne Abteilung verschwinden, ernsthaft, es gibt in der Stadtverwaltung immmer noch zuständige Abteilungsleiter für Schwimmbäder und Sportstätten die gar nicht mehr existieren bzw. ohne untergebenes Personal von denen eigentlich keiner weiß was die Damen und Herren eigentlich den ganzen Tag treiben, gibt Paß lieber Interviews in denen er hervorhebt wieviel er doch einspart indem er EINE Stelle nicht wiederbesetzt, was die Opposition wahrscheinlich ehe verhindern wird so das alles beim Alten bleibt und er es sogar auf die CDU schieben kann. Andere Einsparmöglichkeiten wie die seltsame Zersplitterung der Essener Stadtverwaltung oder mehrere überflüssigen Bezirksverwaltungen mit Öffnungszeiten die es neunzig Prozent der Bürger ehe unmöglichmachen sie zu nutzen oder nutzlose Stadtentwicklungsgesellschsaften die seit ihrem Bestehen nichts Sinnvolles zustande gebracht haben braucht man gar nicht erst weiter anzusprechen. Alles in allen ein verstandloser Werbegag der wahrscheinlich nicht mal von dauer ist.

Gruß Sera

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Die Legitimität von Neuwahlen in NRW

8 Mrz

Hallo Wahlbürger (Und da diese immer weniger werden auch alle anderen interessierten Parteien)!

Wie die NRZ dieser Tage berichtet mehren sich nun nach Forderungen der CDU auch in der Parteispitze der NRW-SPD die Stimmen die eine Neuwahl verlangen. Auch wenn ich mich kurz nach der letzten Wahl noch dagegen ausgesprochen habe und schrieb das unsere Herren und Damen Volksvertreter gefälligst mit dem Volksvotum klar zu kommen hätten, tendiere ich vom jetzigen Standpunkt aus dazu die Bürger baldestmöglich an die Wahlurnen zurückzurufen.

Ich weiche zwar nicht von meiner früher geäußerten Meinung ab, dass die Landtagsabgeordneten auch mit einem Wahlergebnis regieren können müssen, das sie zu unangenehmen Koalitionen oder Minderheitsregierungen zwingt, sehe in NRW durch die aktuelle Haushaltsdebatten aber momentan zwei andere Faktoren, die hier zum tragen kommen.

Erstens: Da es in NRW derzeit praktisch unmöglich ist, das, nach der Acht-in-Acht-Regel, nötige Unterschriftenquorum, von acht Prozent der Wahlberechtigten (das wären nach derzeitigem Bevölkerungsstand mehr als eine Million) innerhalb acht Wochen Zeichnungsfrist (während der besagte Million Bürger ihr örtliches Rathaus aufsuchen müssten um sich auf Unterschriftsberechtigung prüfen und eintragen zu lassen), für die Erzwingung eines Volksbegehrens zu erreichen, sehe ich in den Neuwahlen eine Möglichkeit die Wähler darüber Abstimmen zu lassen ob der Weg, den die SPD in Bezug auf die Haushaltspolitik eingeschlagen hat, nämlich das gesamtwirtschaftliche Ungleichgewicht zu erklären um die, in der Verfassung festgeschrieben Höchstgrenze der Neuverschuldung zu umgehen, von den Bürgern so akzeptiert wird. Vor allem da die Alternative einen weiteren Kahlschlag in den Leistungen bedeutet die das Land noch im Freiwilligen Bereich erbringt, was beispielsweise auch darauf Einfluss hat, ob und in wie Weit den Kommunen in NRW finanzielle Unterstützung gewährt werden kann, die aus eigener Kraft nicht mehr in der Lage sind sich aus ihrer Haushaltsmisere zu befreien und auch Einfluss auf viele andere direkte und indirekte Förderungen die Kommunen wie Essen noch zu fließen. Dieser Weg ist zwiespältig und wälzt einmal mehr die Versäumnisse der Vergangenheit auf die folgenden Generationen ab, aufgrund der Nachwirkungen der Weltwirtschaftskrise vielleicht aber unumgänglich ist, vor allem in Bundesländern in denen zur Zeit des Höhepunkts der Krise CDU-Ministerpräsidenten herrschten die erstens mit ihren Landesbanken Baden gegangen sind um anschließend wie der Bund noch Milliarden in Privatbanken zu versenken.

Natürlich sind Parlamentsauflösungen auf Dauer kein Ersatz für Volksbegehren, zumal man dabei ausschließlich auf die Gnade der Parlamentarier (in NRW einer absoluten Mehrheit, in manchen Bundesländern braucht man sogar eine Zweidrittelmehrheit) angewiesen ist. Zumindest in NRW sollen Volksbegehren in Zukunft ein wenig erleichtert werden. Hier eine PDF-Datei die einenGesetzentwurf enthält der am 25.02.2011 vom Landtag nach der 1. Lesung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen wurde.

Zweitens: Das ständige Anrufen der Gerichte um Aufgaben zu Erfüllen die Eigentlich den Parlamenten obliegen höhlen die Gewaltenteilung aus und schaden damit der deutschen Verfassung und der Demokratie. Die Vermischung von Legislative und Exekutive die momentan auf allen Regierungsebenen von Kommunal bis Bund eigentlich sogar bis EU, wo die Gewaltenteilung faktisch gar nicht mehr existiert, schaffen gefährliche Präzedenzfälle die die Macht immer mehr aus den Händen des Volkes in die Hände einer handvoll Richter legen, deren Ernennung in den meisten Fällen von Parteioberen und sonstigen Interessengruppen abhängt und deren Abberufung bzw. erzwungener Rücktritt manchmal sogar ein schmutziges Spiel parteipolitische Interessen wird, wie das Beispiel des ehemaligen NRW-Verfassungsrichters Dr. Jürgen Brand zeigt, hier noch einmal eine Zusammenfassung der ganzen Angelegenheit. In NRW ist es zurzeit die CDU die bei jeder zweiten Entscheidung der Landesregierung, vor allem in Bezug auf Haushaltsfragen, das Landesverfassungsgericht anruft, auf Bundesebene die SPD wenn es um Hartz IV oder die Bundeswehrreform geht. Ein Trend den man dringend stoppen muss zumal manche (Fach-)Politiker im Moment nicht einmal die nötige Sorgfalt aufwenden um ein Gesetz auch nur halbwegs verfassungsrechtlich abzusichern. Nun ist vor allem die Haushaltspolitik in NRW in Bezug auf die Verfassungskonformität momentan reine Auslegungssache und das Wahlvolk hätte mit Seinem Votum, das hoffentlich etwas eindeutiger ausfällt als bei der letzten Wahl, auch die Möglichkeit dem Landesverfassungsgericht zu zeigen auf welcher Seite es steht. Auch das gibt dem Gesetz eine gewisse Legitimität oder entzieht sie entsprechend.

Also mal sehen was passiert!

Gruß Sera

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PS Auch politikblog.org äußert sich zu dem Thema

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RWO’s neuster Fehler und warum kleine Vereine klein bleiben

23 Feb

Wie der RWO-Vorstand nach dem lang anhaltenden Tiefflug von Platz 3 auf Platz 16 der Zweiten Bundesliga am gestrigen Dienstag den 22.2.2011 auf der Internetseite des Vereins bekanntgab, entlässt er in scheinbar perfekter Harmonie mit dem Aufsichtrat den Trainer und sportlichen Leiter Hans-Günter Bruns.

Hans-Günter Bruns beim Spiel gegen den VfL Osnabrück

Diese Entscheidung ist hanebüchener Unsinn. Es gibt einige Faktoren die RWO auf den Relegationsplatz geführt haben. Die Leistung von Herrn Bruns ist keiner davon.

Wie andere Mannschaften vor uns gezeigt haben ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit im heutigen Profigeschäft zu überleben wenn der Jahresetats eines Vereins soweit hinter dem Durschnitt der Liga zurückliegt. Zum Beispiel mussten auch Wattenscheid, Wehen Wiesbaden und Unterhaching diese Erfahrung schon schmerzhaft machen. Hinzu kommt ein mangelnder Rückhalt in der Oberhausener Bevölkerung, die Zuschauerzahlen im Stadion Niederrhein sind seit Jahren absolut mies und reichen oft nicht einmal aus um die Kosten des Heimspiels zu bestreiten. Die Stadtverwaltung oder sonstige Stellen die die Macht und das Geld hätten RWO bei einer dringend anstehenden Stadionsanierung unter die Arme zu greifen halten sich bedeckt, während Vereine anderer Städte denen es finanziell gut geht, oder die ihre Bürgermeister glatt erpressen immer wieder Millionen von Kommunen, Ministerien oder auf Umwegen auch vom DFB bzw. den DFL bekommen. Mit solchen Mitteln ließen sich die Zuschauerzahlen sicherlich steigern, einmal mit einem attraktiveren Stadion und zum anderen mit der nötigen Öffentlichkeitsarbeit und Medienpräsenz um sich Fans zurückzuerobern die in den zurückliegenden langen Phasen der Bundesligaabstinenz zu anderen Vereinen in Nachbarstädten Oberhausens abgewandert sind, und mehr Zuschauer bedeutet auch mehr Geld, mehr Medienpräsenz, ein höherer Bekanntheitsgrad und wieder mehr Geld.

Dann hätten wir da auch die andauernde Benachteilugung durch die DFL:

- Erstens ist die Verteilung der Fernsehgelder gnadenlos ungerecht und bevorteilt die großen, ohnehin schon reichen Vereine ungemein, wobei wir nicht vergessen dürfen das Vereine wie Schalke, Bayern oder Hertha zwar durch ihre Popularität die meisten Zuschauer bringen zwei Profiligen mit einer handvoll Großvereinen aber schlicht nicht möglich sind. Auch sind die Spieltermine für kleinere Clubs meist die unattraktivsten, so dass es schwierig ist den Bekanntheitsgrad zu steigern.

- Zweitens ist der Schlüssel nach denen die Beihilfen Beiträge und sonstigen Zahlungen an und von der Liga berechnet werden ebenfalls auf den Vorteil der Großvereine ausgerichtet. Da diese die Liga aber auch mitkontrollieren, z. Bsp. durch ehmalige Funktionäre und Spieler, kommt man schnell auf den Gedanken, dass hier ganz bewusst einige (Nachbar-)Vereine klein gehalten werden sollen.

- Und drittens hätten wir noch die Konzentration von Mannschaften der ersten bis dritten Liga in und um das Ruhrgebiet, die der DFL schon länger ein Dorn im Auge ist. Dies ist ein Problem speziell RWO’s, da wir erst seit relativ kurzer Zeit wieder im Profisport mitmischen und sich viele potentielle oder auch ehemalige Fans und Mitglieder für Vereine unserer Nachbarstädte wie dem MSV, Schalke oder Dortmund engagieren. Gerade diesen reichen und großen Vereinen und DFL bzw. DFB ‘Mitentscheidern’ kann es überhaupt nicht recht sein wenn sich weitere Vereine in der Umgebung in der ersten oder zweiten Bundesliga etablieren und es gibt definitiv Strömungen die Versuchen das verdeckt aber doch aktiv zu unterbinden.

Wie hängen nun Finanzen und Leistung zusammen wenn man es doch in die zweite Liga geschafft hat?

Ganz einfach. Das RWO-Standardschema seit dem Aufstieg in die zweite Liga und auch schon bei unserem letzten Gastspiel dort um die Jahrtausendwende ist Folgendes:
Ein starker Saisonbeginn mit einer guten und motivierten Mannschaft, der uns ins obere Tabellendrittel, diese Saison soagar bis Platz drei führt (2003 sogar zur Herbstmeisterschaft). Dann, spätestens nach dem ersten Viertel der Rückrunde macht sich bemerkbar das es im Kader zu wenige Spieler gibt die wirklich Zweitliganiveau haben und die die da sind, sind überlastet, ausgebrannt und nach einer Reihe Heimspielen vor 4000 Zuschauern und der Tatsache das sie in Oberhausen niemand kennt oder auf der Marktstraße um ein Autogramm bittet auch nicht mehr so motiviert, wer will es ihnen verübeln. Außerdem führt Überlastung auch zu häufigeren Verletzungsausfällen. Ganz einfach weil das Geld für die entsprechenden Gehälter und Ablösen fehlt wird der Profikader zu Beginn jeder Saison mit talentierten Amateurspielern aufgestockt die aber noch nicht die Erfahrung und das Können für die zweite Liga mitbringen und nun für die verletzten Profispieler einspringen müssen, und sicherlich auch ihr bestes tun aber einfach NOCH nicht gut genug sind, und wenn sie es sind lockt ein andere Verein mit dem doppelten Gehalt oder RWO braucht die Ablöse und weg sind sie. Auch fehlt das Geld für teure Trainingslager und Erholungs bzw. Rehaaufenthalte, was sich im Laufe der Saison natürlich auch bemerkbar macht. So sind wir dann fünf bis zehn Spieltage vor Saisonende immer wieder an dem Punkt der Abstiegsbedrohung und müssen alle Kräfte und eigentlich überlastete Spieler mobilisieren um in der Liga zu bleiben.

Alles in allem muss man gerade vor diesem Hintergrund sagen, dass diese Entlassung von Bruns wohl eher ein verzweifelter PR-Gag ist als echter sportlicher Notwendigkeit entspringt. Dieser PR-Entscheidung geht aber so massiv zu Lasten der Mannschaft und eines Mannes der RWO überhaupt erst wieder dahin geführt hat wo es was zu verlieren gibt, dass ich auf der nächsten Mitgliederversammlung garantiert gegen die Entlastung des Vorstandes stimmen werde. Denn bei allem Respekt vor Oli Adler, die Erfahrung und sportliche Größe von Bruns fehlt ihn noch und mir fällt auf die schnelle kein Trainer ein der nach Oberhausen kommen könnte um das Ruder rumzureißen, zumindest nicht freiwillig, und sollte der Vorstand diese Kündigung wirklich ausgesprochen haben ohne einen adäquaten Ersatz zu haben, dann möge sich Herr Sommers warm anziehen. Da wäre größerer Ärger vorprogrammiert. Am besten wir schauen mal was Ristic im Moment so zu tun hat. Vielleicht bekommen wir ihn dazu RWO noch einmal zu retten.

Gruß Sera

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Westerwelle spielt für Klientelinteressen mit dem Leben deutscher Staatsbürger

3 Feb

Hallo folk!

Ist eigentlich schon mal jemanden aufgefallen, dass es keine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Ägypten oder Tunesien gibt. Nicht mal Teilreisewarnungen für Kairo, Alexandria oder Tunis, wo die Lage wirklich brenzlig ist. Nein unser Außenminister bleibt seiner Linie und vor allem seinen Freunden und Spendern in der Hotel- und Reisebranche treu und gibt keine offizielle Reisewarnung heraus, wohingegen die für einige andere Länder wie beispielsweise Mali wo es seit Jahren ruhig ist weiter aufrecht erhalten wird, die kamen ja auch noch von den Vorgängern.

Lediglich in den Reise- und Sicherheitshinweisen zu denen man sich auf der Homepage des Auswärtigen Amtes über die Länderliste erst umständlich durchklicken muss steht dann allerdings an erster Stelle: „Das Auswärtige Amt rät aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der instabilen Lage von Reisen nach ganz Ägypten dringend ab.“ Da dies allerdings nur unter den aktuellen Hinweisen aufgeführt wird ergeben sich folgende Konsequenzen:

1. Das ganze ist keine offizielle Reisewarnung und Reiseveranstalter, Fluggesellschaften und Hotelbesitzer sind nicht verplichtet kostenlose Stornierungen gebuchter Reisen, Flüge usw. durchzuführen bzw. die Reisen in die betroffenen Gebiete einzustellen. Heute und morgen gehen von Düsseldorf und Köln/Bonn ganz planmässig Flüge nach Sharm-el-Sheik, Hurgahda und sogar Kairo ab.

2. Viele Menschen nehmen wirklich nur die offiziell ausgesprochenen Reisewarnungen ernst und klicken sich nicht mal zu den Sicherheitshinweisen durch wenn sie auf der Seite mit den Reisewarnungen nichts finden. Also fliegen immer noch eine Reihen von gücklichen Idioten nach Ägypten und Tunesien, bzw. bleiben dort und denken sich das schon alles wieder in Ordnung ist weil sie ihr Außwärtiges Amt ja schließlich nicht gewarnt hat.

3. Die Bundesregierung kann nur in sehr geringen Maße Druck ausüben wenn deutsche Staatsbürger in Ägypten und Tunesien in Schwierigkeiten geraten oder es nicht schaffen das Land zu verlassen. Außerdem kann sie deutsche Unternehmen in diesen Ländern nicht anweisen ihre dortige deutsche Belegschaft zu evakuieren oder Privatpersonen anweisen das Land zu verlassen.

Dankenswerter Weise verhalten sich die meisten der Reiseveranstalter und dort ansässigen Unternehmen ethischer als der Außenminister und verhalten sich so wie bei einer normalen Reisewarnung. Die meisten Reiseveanstaltung bieten zumindest eine kostenlose Umbuchung viele sogar eine kostenlose Stornierung an und die Mehrheit der dort tätigen deutschen Unternehmen evakuieren ihr Personal.

Daran kann man aber auch ablesen wie ernst die Lage in Ägypten und Tunesien ist. Wenn selbst Firmen wie RWE denen ihre Angestellten im allgemeinen herzlich egal sind anfangen ihr Personal zu evakuieren, aber alleine der Nachrichteninput aus dem Netz reicht, um als Laie zu sagen, dass frühere Außenmimister in dem Fall eine Reisewarnung ausgesprochen hätten.

Also könne wir folgendes festhalten: Mittlerweile ist Außenminister Westerwelle noch eine weitere moralische Stufe abgesunken. Anstatt sein Hotelklientel nur mit woanders dringend benötigtem Geld aus dem Bundeshaushalt zu versorgen oder über den ärmeren Teil der Gesellschaft herzuziehen um über Kürzungen der Sozialleistungen noch mehr Geld für sein Klientel im Bundeshaushalt freizumachen gefärdet er jetzt effektiv, absichtlich und sehenden Auges das Leben deutscher Staatsbürger. Wie gesagt nehmen viele Deutsche nur die offiziellen Reisewarnungen ernst, die die Reiseveranstalter aber auch dazu zwingen kostenlose Stornierungen Anzubieten und den Reisebetrieb einzustellen, also unter Umständen viel Geld kosten, das der Außenminister ihnen ersparen will. Auch lesen viele die Reisehinweise ohne offizelle Reisewarnung nicht, zumal sie auf der Homepage dann auch recht schwer zu finden sind. Sie denken also vielfach es ist alles wieder in Ordung und fliegen in die entsprechenden Gebiete oder bleiben dort, und dass ist nur möglich weil der Außenmister seinen Parteispendern Geld sparen will. Deshalb sollte jeder Deutsche der seit dem zweiten Tag der Unruhen verletzt wurde sich möglichst öffentlich und medienwirksam bei Westerwelle bedanken und sollten, Gott bewahre, dort noch deutsche Staatsbürger den Tod finden sollte man prüfen ob man den Außenminister nicht wegen fahrlässiger Tötung oder wenigstens Verletzung der Berufs- und Sorgfaltspflichten anzeigen kann. Mittlerweile sollten sich auch in den Reihen der Regierungsfraktionen genug Abgeordente finden um seine Immunität vor Strafverfolgung aufzuheben. Auf jeden Fall sollte man die Zusammenhänge in allen Medien so deutlich wie möglich aufzeigen.

Gruß Sera

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Alice Schwarzer zum Ersten. Ein Mercatorvortrag der ihr wahres Ich verschleiert

28 Jan

Hallo Leute,

Ich glaub’s nicht, Deutschlands Kampffeministin Nummer 1 meldet sich mal wieder zu Wort und weil Sie in der letzten Zeit etwas in Vergessenheit geraten ist wählt Sie natürlich das Lieblingsthema aller gesellschaftsverändernden Moralapostel wenn sie mal wieder auf sich Aufmerksam machen wollen, den Islam mit allem was dranhängt.

Eigentlich putzig, schon als ihr die Mercator-Professur angetragen wurde fragte ich mich ob der Wegfall der Studiengebühren ein so großes Loch in die Kasse der Uni Duisburg-Essen (Buuh, ich will die Gerhard-Mercator-Universität zurückhaben) gerissen hat das sie selbst auf so geringe Bestechungssummen angewiesen ist wie sie Frau Schwarzer noch bezahlen kann, die Besetzungscouch kommt für sie ja wohl nicht in Frage, allerdings weiß man ja nie. Auf jeden Fall finde ich es unglaublich das die UDE dieser Populistin jetzt noch das Forum der traditionsreichen Audimaxvorträge zur Verfügung stellt um ihre halbgaren, subjektiv verzerrten, und wenn überhaupt, populärwissenschaftlichen Theorien unters Volk zu bringen.

Frau Schwarzer war und ist Zeit ihres Lebens eine Schwätzerin die versucht hat ihren völlig sinnentleerten Männerhass in scheinbar feministischen Licht darzustellen. Sie hatte lediglich das Glück in der Vergangenheit, ein oder zweimal, die Gelegenheit zu bekommen in Talkshows oder sonstigen hochkarätigen Diskussionsrunden, die es in die Nachrichten geschafft haben, mal einigen berühmten Menschen ‚übers Maul zu fahren’ was ihr eine gewisse, unverdiente Popularität eingebracht hat die sie, das muss man ihr wirklich lassen, geschickt in Geld und die Gründung der pseudofeministischen Zeitschrift Emma umgemünzt hat.

Ich habe noch nie gehört das sie ein wirklich neue feministische Theorie, sonstigen gesellschaftspolitischen oder sozikulturellen Gedanken oder auch nur eine innovative Idee ins Spiel gebracht hätte der nicht schon vorher von irgendjemand anderem geäußert worden wäre. Allerdings versteht sie es meisterhaft solche Theorien und Gedanken herauszupicken die es zu einiger Popularität bringen und es dann so darzustellen als wäre ihr der Einfall gekommen. Das beste Beispiel ist die berühmte Kampagne des Stern ‚Wir haben abgetrieben’ 1971, gegen den § 218, sie wird, auch von sich selbst, immer als Initiatorin dargestellt, obwohl der wirkliche Impuls vom damaligen, sehr bekannten, Stern Redakteur Winfried Maaß und dem französischen Publizisten Jean Moreau, der Monate vor dem Stern genau die selbe Aktion in der französischen Zeitschrift ‚Le Nouvel Observateur’ durchführte.

Alles in allem kann ich nur sagen das ich die Mercartor-Professur für Schwarzer mit den entsprechenden Vorträgen als einen Riesenfehler der Universität ansehe, was mittlerweile wohl auch der Rektor Dr. Radke gemerkt hat, da sie bei ihrem Vortrag recht eindeutig zur Mäßigung verdonnert worden war und einen großen Teil vom Blatt ablas, angeblich der wissenschaftlichen Genauigkeit zu liebe. Aber erstens macht sie solche Veranstaltungen gewohnheitsmäßig zu einem demagogischen Zirkus bei dem es darum geht wer am lautesten Schreien und am dümmsten Labern kann und zweitens wurden die abgelesenen Passagen so eindeutig nicht von ihr, oder zumindest so stark überarbeitet, dass sie für das Vortragsskript eigentlich noch einen Ghostwriter angeben müsste.

Verstehen sie mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau, Moslems und Christen oder sonst wem, aber ich finde es wesentlich effektiver einfach alle Menschen gleich zu behandeln als immer wieder auf die Unterschiede hinzuweisen um dann vollkommen eigennützig in einer populistischen bis demagogischen Schlammschlacht darauf hinzuweisen wo es vielleicht noch ein paar Missstände gibt nur um selbst im Tagesgespräch zu bleiben, so wie es Frau Schwarzer tut, womit sie dem Femminismus und der Gleichberechtigung immens schadet.

Gruß Sera

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Jahresanfang und alles bleibt gleich

25 Jan

Hallo liebe Leser!

Dieses Blog scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Nachdem es nun schon aus mehreren Gründen größere Pausen gegeben hat, warf mich jetzt ein Bluthochdruckphänomen das sich laut Arzt irgendwo zwischen einer leichten Durchblutungsstörung im Gehirn und einem leichten Schlaganfall befindet für einige Wochen aufs Krankenlager und auch wenn es einem meiner WG-Mitbewohner recht schnell gelang Handy und MacBook ins Krankenhaus zu schmuggeln, musste ich feststellen das ich nicht in der Lage war längere Texte zu schreiben, so dass ich mich auf Linktipps über meinen Twitteraccount und ein bisschen redaktioneller Arbeit am Nordrhein-Westfalen Anzeiger der sich über gezielte Tweets mit Link und #NRW Hashtag ganz gut gestalten lässt, auch wenn er sich mittlerweile zum Selbstläufer entwickelt hat.

Also, es ist viel passiert in Essen und Umgebung, als erstes hätten wir da die unendliche Geschichte, na errät es jemand? Ja, der Schienengebundene Nahverkehr an Rhein und Ruhr. Jetzt scheinen die endlosen Mauscheleien um den Betrieb des VRR-Nahverkehrs endlich mal allen Beteiligten um die Ohren zu fliegen. Nachdem die Gerichte nun gezwungen sind eine Klage weiterzuverfolgen die Abellio vor einigen Monaten gegen die Bahn AG eingereicht hat, die heute aber niemand mehr will weil Abellio von der DB längst mit dem Betrieb der zwei S-Bahnlinien 5 und 8 bestochen werden sollte, kommt wahrscheinlich ein Altvertrag wieder zum tragen mit dem die Bahn letztes Jahr den VRR erpresst hat damit dieser den Schienenahverkehr bis 2023 ohne Ausschreibung in Ihren Händen belässt. Nachdem dieser Altvertrag den VRR zu sofortigen Zahlungen von 120 Mio Euro verplichtet hätte, der finanzielle Ruin von VRR und den dahinterstehnden städtischen Nahverkehrsunternehmen, ging der VRR auf die Erpressung ein und handelte einen Neuen, längeren Vertrag ohne Ausschreibung aus, welcher wahrscheinlich für ungültig erklärt oder zumindest vom Kartellamt zerpflückt wird. Da die Klage von Abellio mittlerweile zum Selbstläufer geworden und nicht mehr zuückgezogen werden kann, weil das Bundeskartellamt den Deal zwischen Abellio und der Bahn um den Betrieb der schon erwähnten S-Bahnlinien unterbunden hat, führt nun kein Weg mehr an der gerichtlichen Prüfung des neuen Vertrages zwischen DB und VRR vorbei der, weil ohne Ausschreibung vergeben, mit Sicherheit in Teilen, wahrscheinlich aber komplett, für nichtig erklärt wird.

Den ehemaligen VRR-Chef Husman wird es freuen er war aufgrund seiner Weigerung sich von der Bahn erpressen zu lassen vom NRW Abteilungsleiter im Bundesverkehrsministerium Wolff (CDU) gefeuert worden, der dafür die Stelle des Hauptgeschäftsführers beim DB gesteuerten Verbandes Deutscher Verkehrunternehmen bekam.

Da der VRR nicht in der Lage ist die dann anfallenden 120 Mio € zu begleichen wäre der VRR der ‘Vertragsbrecher’ und könnte die Bahn nur noch dazu zwingen eine Art Notversorgung mit ausgedünnten Takten, verkürzten Zügen und Fahrzeugen der Wahl, also wahrscheinlich den ältesten Klapperkisten die rumstehen, anzubieten. Ein Zustand der von der Gerichtsentscheidung am 8. Februar an mehrer Monate Anhalten könnte, den so eine Ausschreibung braucht schon ihre Zeit. das würde der VRR und die Bahn dann endlich mal selbst miterleben. Auf die gegenseitigen Schuldzuweisungen in der Presse bin ich jedenfalls jetzt schon gespannt, außerdem bin ich gerade dabei mich nach einem gebrauchten Kleinwagen für die nächsten paar Monate umzusehen. Dies sollten alle SPNV Nutzer im VRR tun.

Dann versank die Stadt noch im Schneechaos und taute wieder auf. Allerdings langsamer und unter viel größeren Schwierigkeiten als alle anderen Städte im Pütt. (Natürlich wurde trotz verdoppelter Schneeräumgebühr in meiner Straße überhaupt nicht geräumt und wenn schon da nicht könnte ich mich mit der Abgabe vielleicht noch wohl fühlen wenn die Wirtschaftsbetriebe die Innenstadt und sonstige Fußgängerzonen sowie die EVAG-Anlagen eisfrei halten würden aber natürlich, die 107 fuhr bekanntermaßen tagelang gar nicht und den Versuch meine Großeltern in Borbeck am Heiligen Abend zu besuchen bezahlte ich mit einem verstauchten Fuß und einigen herrlichen blauen Flecken auf meiner Schulter und dem rechten Arm. Ich hatte doch tatsächlich gedacht, nachdem ich mit der S-Bahn bis zum Borbecker Bahnhof gekommen bin, würde es mir gelingen die letzten 500m auch noch zurückzulegen. Dummerweise entsprechen diese 500m der Marktstraße die den Hügel hoch zum Germaniaplatz führt. Ich kam mir vor wie beim Eiswandklettern, nur dummerweise ohne Pickel und Krallenschuhe und trotzdem ich es zum Schluß auf allen Vieren probiert habe bin ich diesen Sch***hügel nicht hochgekommen. Insgesammt fünf Stunden sinnloses Fahr-, Lauf- und Friervergnügen am heiligen Abend, danke Stadt Essen, danke EVAG, aber sowas haben bestimmt viele Essener erlebt, also fahren wir mal weiter.)

Um Fantastische 122,4 Mio wurden die letztjährigen Sparvorgaben und -vorhaben der Stadt Essen übertroffen an deren Erarbeitung wir über diese nette Homepage mit den Sparprojekten zum anklicken wir für die Zukunft ja alle mitarbeiten konnten (Nur zu dumm, das die Bürger Sparschwerpunkte setztendie den Stadtoberen s wenig ins Konzept passten, dass das ganze, selbst millionenschwere Projekt, schnell in der Versenkung verschwand). Für den Stadtkämmerer ein Grund zu feiern und genauso weiter zu machen. Bravo!

(Natürlich sollte dabei nicht unter den Tisch fallen das der Kahlschlag in der Essener Bäderlandschaft, dem Kulturangebot, soweit es nichts mit dem Kulturhauptstadtjahr zu tun hatte (mit anderen Worten Projekte wo die Kruppbonzen keine Millionen steuervorteilhaft versenken konnten), dem Sportangebot, der Schulförderung usw. zum großen Teil gar nicht nötig gewesen wäre, ganz zu schweigen davon, dass man die sprudelnden Steuereinnahmen die den Etat 2010 doch noch rumgerissen haben durch die massive Gewerbesteuererhöhung dafür wohl für die nächsten Jahre abgewürgt hat. Ach ja, nicht unerwähnt bleiben sollte, dass man die Bürger nun entgültig wie Zitronen ausquetscht da man praktisch sämtliche städtische Gebühren und Steuern, vom Parken bis zum nicht erfolgten Schneeräumen, massiv erhöht hat, teilweise mehr als verdoppelt. Das wird dafür sorgen das die Stadt Essen in Zukunft noch schneller als bislang (wohlhabende) Bürger verlieren wird, die ihren schönen Einkommensteueranteil natürlich mitnehmen und in Zukunft an Velbert, Mühlheim oder Haltern bezahlen werden. Und last but not least die Personaleinsparungen wie dem Beförderungsstop, was dafür sorgt das sehr gute Kräfte abwandern und die Moral bei den restlichen ins Bodenlose sinkt, dem verdeckten Personalabbau durch die Nichtverlängerung von Zeitverträgen und dem Verbot von Neueinstellungen, der schon jetzt in einigen Bereichen zu so schwerem Personalmangel führt das fest geplante städtische Projekte wie beispielsweise eine Dauerausstellung zur Essener Geschichte nicht umgesetzt werden können und natürlich trifft es wieder zuerst den Kulturbereich. Schauen wir uns die Stadtbibliothek an, das Personal ist unter der sowieso in den letzten Jahren zusammengestrichenen Sollstärke und teilweise überaltert. Der Anschaffungsetat ist ein Witz und es dürfte wohl wieder nur eine Frage der Zeit sein bist die nächsten Zweigstellen die Öffnungszeiten noch weiter reduzieren oder ganz schließen. Also Herr Paß und Herr Stadtkämmerer Klieve: Bravo! Machen sie so weiter und Essen schafft sich ganz alleine ab, dann gibt es auch keine Probleme mehr.)

Gruß Sera

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