Mal wieder Bus und Bahn und andere Kleinigkeiten

3 09 2009

Hello Folk!

Zuerst einmal muss ich Abbitte leisten. Ich wäre in den letzten Monaten beinahe in Arbeit ertrunken da mehr als die Hälfte meiner Arbeitskollegen gekündigt haben, versetzt worden sind oder lange krank waren. Außerdem musste ich eine Menge Zeit in die schon mal angesprochene AWO-Jugendarbeit stecken, so dass der Blog nicht mehr weitergeführt wurde. Ich gelobe Besserung und hoffe, dass ich ab jetzt wieder regelmäßiger schreiben kann. Aber um mit Theo Lingen zu sprechen: “Frisch, fromm, fröhlich, frei geht es jetzt wieder an die Arbeit“ (Danke Oma für die vielen Stunden mit alten deutschen Schwarz-Weiß-Klamotten und das ist wirklich nicht ironisch gemeint).

So, die Kommunalwahl wäre ab gefrühstückt und da Oberhausen die Bundestagswahl traditionell nur peripher interessiert können wir jetzt wohl zur politischen Normalität zurückkehren. Man darf gespannt sein. In OB läuft ja zur Zeit einiges neben der Spur. Die Neuorganisation der Ein-Euro-Jobs, der andauernde Streit mit der Bezirksregierung über die Sparmaßnahmen die der Rat der Stadt beschließen soll, muss oder kann wobei gegenseitiges verklagen wohl eine Option der nahen Zukunft ist und nicht zu vergessen der Bus- und Tramverkehr der sich, doch recht überraschend, zum Problemfall entwickelt.

Zum Thema:
Ich weiß, spätestens jetzt ist sie hier über repräsentiert aber es geht wieder mal um die StO.AG. Auch wenn ich mich bislang immer schützend vor sie stellte ist dass was hier in den letzten paar Wochen ab lief nicht mehr schön. Ich hätte ja vielleicht noch mit dem frühen Einsetzen des Nachtverkehrs leben können aber die ständigen Verspätungen und Überfüllungen, vor allem der Linien NE1 und NE5 sind nicht mehr tolerierbar. Das neue Nachtnetz ist mit Verlaub, eine Katastrophe.
Mittlerweile kann man das auch nicht mehr mit der Umstellungsphase zu erklären sondern muss sich Herr Pieper den Vorwurf gefallen lassen schlecht geplant zu haben. Es funktioniert so einfach nicht. Deshalb meine Bitte dokumentiert alles was im Moment im Oberhausener Nachtbusnetz schief läuft und schickt es zur StO.AG oder zu mir auf den üblichen Kontaktwegen, also per Email, dem Formularlink auf der Kontaktseite oder in den Kommentaren (Ich habe momentan Probleme damit die Selben offen zu halten also bitte nicht böse sein wenn ihr mal Keine schreiben könnt). Ich sammele noch an anderen Stellen Informationen und werde in naher Zukunft eine größere Eingabe an die StO.AG machen. Bitte Datum, Linie und Uhrzeit immer dazuschreiben wenn ihr irgendwas schickt.  Es bleibt zu hoffen, aber auch darauf hin zu arbeiten, dass, nachdem es der Bezirksregierung nicht ganz gelungen ist die SPD-Hochburg Oberhausen mit ihren rigiden Sparanweisungen zu schleifen, die Kürzungen im Oberhausener ÖPNV-Netz schnellstmöglich wieder zurückgenommen werden.

Zum den Themen Ein-Euro-Jobs und Bezirksregierung bin ich momentan nicht so gut wie sonst informiert. Daher später mehr dazu wenn ich mich schlau gemacht habe.

Ein letzter Hinweis: Die Pyrogames kommen am 26.09.09 in den OLGA-Park. Die Karten sind zwar recht teuer aber ich durfte dieser Veranstaltung schon einmal beiwohnen und war absolut überwältigt. Es lohnt sich auf jeden Fall hinzugehen.

Gruß

Euer Seraquael





Das StO.AG Kundenforum

23 04 2009

Ich kam am 21.04.09 einer Einladung, die ich wohl meinem Jahreskartenabo verdanke, nach und nahm am StO.AG-Kundenforum teil.  Ich war angenehm überrascht. Anwesend waren die beiden Vorstände und alle wichtigen Abteilungsleiter. Die Atmosphäre war gelöst und die Diskussion wurde nur leicht gelenkt und in keinem Bereich abgeblockt nicht mal auf die vorsichtige und geschickte Weise die Moderatoren so gut beherrschen. Zwei Dinge die dort gelaufen sind, sind wichtig:

Zum einen steht es mittlerweile unverrückbar fest das der Nachtverkehr ab dem kommenden Fahrplanwechsel bereits ab 21 Uhr startet und der Tagverkehr bis ca.  21.30 Uhr ausläuft. Außerdem wird das komplette Nachtnetz umstrukturiert damit vor allem die Pulkbildung unterbunden wird.

Zum anderen wird die Linie SB95 eingestellt und einige Takte von Stadtlinien auf 30minütig gedehnt, also eine Fahrt weniger die Stunde.

Nebensachen sind die Infos das die 957 auch nach der Wiedereröffnung der Borbecker Brücke weiter dem jetzigen Linienweg am Haus Ripshorst vorbei folgen wird die Gerüchte das die SB94 bis Sandgathe verlängert wird stimmen definitiv nicht. Außerdem liegen die Pläne der Verlängerung der Essener Tram 105 bis Neue Mitte weiter auf Eis.

Ich war sehr überrascht das vor allem Herr Christian Pieper, Leiter des Verkehrsmanagement, diese Auskünfte bereitwillig erteilte und sich auch um die unangenehmen Themen, wie die Verkehrskürzungen genau wie der Vorstand nicht drückte.

Ich denke wir können weiter von Glück reden die StO.AG zu haben und gebe zu bedenken das sie dazu gezwungen wird mehr als 2 Millionen Euro einzusparen und beispielsweise in Duisburg viele Stadtteile überhaupt nicht mehr angedient würden wenn denen die Finanzmittel genauso zusammengestrichen würden.

Gruß
Ihr Seraquael





Wahlkampf mit dem höchsten Gericht NRW’s oder Bananenrepublik wir kommen

24 03 2009

Hallo Ihr,

Der neueste Knaller den sich die CDU geleistet hat (Link zum entsprechenden WAZ-Artikel) ist einfach phänomenal. Nachdem man partiell damit gescheitert ist den definitiv nach unten zeigenden Trends der Prognosen zuvorzukommen und die Kommunalwahl bereits mitten in der Legislaturperiode, nämlich zur Europawahl im Juni, abzuhalten, angeblich um Kosten zu sparen, obwohl klar war das es eine Bundestagswahl im September geben würde, der genaue Termin stand zu der Zeit zwar noch nicht fest, das Grundgesetzt legte die Bundestagswahl aber durch schon lange geregelte Fristen, die mit der Länge der Legislaturperiode zusammenhängen, unwiderruflich in einen Zeitraum der nach der Europawahl und vor dem Ende der Amtsperioden der kommunalen Mandatsträger im Oktober liegt, jagd eine Gehässigkeit die nächste. Mittlerweile ist klar die Bundestagswahl wird am 27. September stattfinden. Aber plötzlich will dei CDU keine Kosten mehr sparen und legt, meiner Meinung nach aus purem Trotz, einen etwa 15 Millionen Euro kostenden seperaten Wahltermin am 30. August fest und spielt nun jetzt schon mit dem obersten Verfassungsorgan unseres Landes herum um ihren Dickschädel durchzusetzten. Da die CDU schon damit gescheitert ist die Kommunalwahl auf den Termin der Europawahl vorzuverlegen, will sie jetzt wenigstens sicher stellen, dass sie sich mit ihrem Ersatztermin durchsetzt und veranstaltet ein Schmierentheater vom allerfeinsten.

Alle Richter am Landesverfassungsgericht sind auf die ein oder andere Art und Weise mit einer Partei verbunden. Entweder durch Mitgliedschaft oder die Ernennung. Dies gilt für die beiden (noch) großen Parteien. Aber der CDU fällt jetzt plötzlich ein warum sie das bei einem bestimmten SPD-Mitglied auf einmal nicht mehr tolerieren kann. Natürlich ausgerechnet eins das noch 1997 von der früheren SPD-Landesregierung eingesetzt wurde und seither von allen Seiten, selbst aus dem CDU Lager nur Lob erhält und sich meiner Meinung nach immer absolut professionell verhalten hat. Nach einer wochenlangen Hetzkampagne zieht sich Dr. Jürgen Brand, Landesverfassungsrichter und Präsident des Landessozialgerichts in Essen nun aus dem Fall der Verfassungsklage gegen den neuen Wahltemin zurück. Obwohl er in der Vergangenheit nie Befangenheiten in Richtung SPD zeigte treibt die CDU plötzlich (parteinahe) Experten auf die meinen es sei ihnen schon lange suspekt das einige Verfassungsrichter so enge Verbindungen zur SPD hätten, das Einige davon genauso Verbindungen zur CDU haben und unterhalten wird dabei natürlich praktischerweise ‘vergessen’.

Die CDU ist offenkundig der Meinung nachdem sie schon im Vorfeld gezeigt hat was sie mit Richtern macht die eventuell eine Entscheidung treffen die ihr nicht genehm ist kann sie die Klage wohl nicht mehr verlieren. Ich hoffe alle Bürger durschauen diese miese Taktik und geben ihrem Ekel ausdruck, sei es bei den nächsten Wahlen oder durch Briefe, Mails oder sonstige Protestete.

Damit keine Missverständnisse aufkommen. Ich mache hier keine Wahlwerbung, für keine Partei. Aber es gibt gewisse Verhaltensweisen die disqualifizieren Menschen oder Parteien, zumindest für eine Weile, an den demokratischen Prozessen in unserem Land teilzunehmen und das sie nach solchen Aktionen eine Weile Stimmen verlieren oder nicht in Demokratische Gremien und Parlamente gewählt werden halte ich für gerecht.

Gruß
Ihr Seraquael





So fing es schon einmal an

17 03 2009

Hallo Leute,

mit wachsender Besorgnis musste ich heute einen NRZ-Artikel lesen der eine Entwicklung beschreibt die Deutschland zu Beginn der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts schon einmal durchlaufen hat. Die Stärkung von Rechtsradikalismus und Hass als Folge einer verfehlten Politik und einer Wirtschaftskrise. Dies waren bereits 1929-33 die perfekten Vorraussetzungen für die Machtergreifung eines Hitlers und der NSDAP, sollte uns jetzt noch die nächste Wahl ein schwaches oder seniles Staatsoberhaupt oder einen schwachen Kanzler bescheren sollte man schon mal anfangen die Koffer zu packen, die Geschichte scheint sich zu wiederholen (ich prophezeite es in meinem ersten Artikel).

Vierzehn Prozent aller deutschen Jugendlichen seien demnach offen ausländerfeindlich, noch weitaus mehr finden die Aussage das es in Deutschland zu viele Ausländer gäbe vollkommen richtig. Ein erschreckendes Ergebnis. Unserem ‘geliebten’ Innenminister Schäuble von dem ich selber, durch seine bisherige Amtsausübung, denke das er ziemlich weit rechts der Mitte steht, ein ganzes Stück vor dem durchschittlichen CDU-Mitglied, scheint es sogar zu bunt zu werden, er vertritt die Meinung diese hohen Zahlen gründen vor allem darauf, dass in vielen Gebieten Deutschlands die Freizeitangebote von rechtsextremen Organisationen und Kameradschaften die weitaus besten und vielfach auch die einzigen seien, auch hier gibt es Paralellen, nämlich die Hitler Jugend (HJ) und den Bund Deutscher Mädel (BDM) die in den dreißger Jahren des letzten Jahrhunderts mit genau der selben Masche auf Mitgliederfang (zumindet am Anfang) gingen und durch Diese einen Grad von Beeinflussung, ja Indoktrination, der nachkommenden Generationen aufrechterhalten konnten der einfach furchtbar war. Selbst jüdische Kinder wollten trotz der damals schon erkennbaren Implikationen Mitglied werden da sie genausoviel ’Spaß’ wie ihre Freunde bei Spiel, Spaß und Jugendfreizeiten haben wollten.

Das Rezept ist geradezu klassisch, man muss sie kriegen solange sie jung sind. So machte es Hitler, macht es die katholische Kirche und die Zigarettenindustrie und so wird es jetzt wieder von rechtsextremen Organisationen heutiger Zeit gemacht.

Und die Regierungs- und vor allem Kommunalpolitik spielt ihnen perfekte Bälle zu, einen nach den andern. Denn wenn eine Kommune sparen muss, fängt es immer im Bereich Kultur- und Freizeiteinrichtungen an. Siehe Oberhausen, zu Gunsten einer Bauförderung eines privaten Schwimmbads  das mindestens 15 € Eintritt kosten wird werden drei städtische Schwimmbäder mit bezahlbaren Eintritsspreisen dicht gemacht. Freizeiteinrichtungen für jugendliche existieren praktisch nicht mehr oder werden nicht mehr in Stand gehalten. Siehe beispielsweise verschiedene Skaterparks. Und Oberhausen ist hier nur eins von vielen schlechten Beispielen. Bei den Kindern und Jugendlichen wird immer zuerst gespart und jetzt mit dem neuen Spardiktat aus Düsseldorf wird das wahrscheinlich in Oberhausen noch groteskere Formen als überall anders annehmen, das konnte OB schon immer gut.

Ähnliches lässt sich über die Schulpolitik sagen. Mit ein bisschen Geld und guten Willen kann man auch an Hauptschulen so etwas wie Allgemeinbildung und Sozialkompetenz vermitteln in Bundesländern wie Rheinland-Pfalz oder Baden-Würtemberg funktioniert das wunderbar. In der Pisastudie schneiden Hauptschüler aus diesen Ländern vielfach besser ab als unsere Gesamtschüler, auch hier wird am völlig falschen und im vorliegenden Fall auch an einem sehr gefährlichen Ende gespart.

Wir haben den Boden bereitet jetzt kann, und wird wohl leider auch, das schon recht starke Pflänzchen Rechtsradikalismus wachsen und gedeien bis wir irgendwann mal in den Garten schauen nur um festzustellen das alles andere überwuchert wurde, denn das man es kaum wieder los wird hat die Vergangenheit glaube ich gezeigt, schlimmer als Knöterich oder Waldmeister, um die Analogie auf die Spitze zu treiben. Vielleicht ist es schon zu spät und der geistige Verfall der Gesellschaft hat schon einen irreparbelen Schaden in den Köpfen der jungen Generation hinterlassen wir müssen alles tun damit es nicht soweit kommt oder um den Schaden zumindest abzumildern.

Ich kann nur dazu aufrufen diese Entwicklung nicht widerspruchslos hinzunehmen ich versuche mit meiner Kirchengemeinde und der AWO (ja ich weiß ich habe auch schon bitterlich über sie geschimpft aber in manchen Dingen gibt es nichts besseres als einen AWO-Etat wenn man gewisse Sachen ans laufen bringen will und der Bereich den ich meine hat auch nichts mit ein-Euro-Jobern zu tun) wenigstens einen Teil des wegbrechenden Freizeitangebots der Stadt Oberhausen zu kompensieren und kann nur jeden der eine zweite Nazidiktatur verhindern will empfehlen es mir nachzutun und auch lautstark zu protestieren wenn es mal wieder darum geht ein Freibad, Jugendzentrum oder Skaterpark zu schließen, und das ist nicht nur für Oberhausener ein guter Rat.

Auch wenn sich das alles jetzt etwas sehr thetralisch anhört. Die Verfassung in der sich unser Land zur Zeit befindet und alle anderen Vorraussetzugen Weltwirtschaftskrise die garantiert kommen wird, jetzt schon eine hohe Arbeitslosigkeit, eine allgemeine Unzufriedenheit und Mutlosigkeit in der Bevölkerung, wir befinden uns jetzt am selben Punkt wie 1929. Der Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes war unser schwarzer Freitag. Die reichen Leute beginnen ihr Geld in Sicherheit zu bringen und die Kleinanleger bleiben mal wieder auf der Rechnung sitzen. Die Arbeitslosigkeit steigt rapide an, ebenso die Staatsverschudung, was die Zinsen wieder hochtreiben wird. Ähnlicher könnten die Bedingung kaum sein.

Ich sage wir müssen gewaltig aufpassen, dass wir die Entwicklung nicht wiederholen, in Oberhausen genauso wie im Rest unserer Republik. Deshalb müssen wir aufwachen und aktiv Gegensteuern, sonst ist es schon bald zu spät.

Gruß
Ihr Seraquael





Ich Glücksbringer

2 03 2009

So nach der angekündigten Blogpause kam noch eine wiederausgebrochene Bronchitis die mich auf mein Bett  warf, aber jetzt bin ich wieder für sie da.

Sieg auf der ganzen Linie. Also so langsam komme ich schon nicht an dem Gedanken vorbei das die anhaltene RWO Siegesserie etwas mit mir zu tun hat. Immerhin habe ich es nicht geschafft zum gestrigen Spiel gegen den FSV Frankfurt pünktlich zu erscheinen und als ich dann endlich zum Beginn der zweiten Halbzeit glücklich in der Emscherkurve des Niederrheinstadions stehe fallen in fünf Minuten zwei Tore. Tag gerettet und ich verspreche kein Spiel mehr zu verpassen. So ist uns der Sieg sicher.

Zu einem anderen Thema: Momentan ist es in Oberhausen echt scwer einen Arzt zu finden. Ich mußte sechs Paxen anrufen bevor ich einen Termin bekam, selbst die Praxis zu der meine Familien seit drei Generationen geht hat mich mit dem Hinweis der Überfüllung abgelehnt. Nachdem die Krankenkassen es also immer noch nicht geschafft haben die freie Arztwahl abzuschaffen machen sies durch die Hintertür, indem sie die Budgets dermaßen zusammenstreichen das sich die Ärzte nur noch eine sehr begrenzte Anzahl Patienten leisten können und man so als Patient die Ärzte nehmen muß die übrig sind. Das einzigste was hilft ist sich hinzusetzen bis man drangenommen wird, vielleicht werden die Ärzte mal sauer genug um sich nicht wieder nur so halbherzig und vor allem als geschlossene Front gegen die Kassen zu stellen.

Punkt drei: In einem NRZ-Artikel las ich, dass ein Hartz IV Empfänger nicht zu Dumpinglöhnen arbeiten muss. Im vorliegenden Fall wollte KiK weniger als die Hälfte des Tariflohns bezahlen und als eine Hartz IV Empfängerin sich weigerte wurde sie von der Arge gesperrt. Richter die es genauso unverschämt finden wie ich das die Argen diesen Sauereien noch vorschub leisten und die Leute sogar noch hinschicken hoben die Sperre mit eben dieser Begründung jetzt auf. Gut gemacht!

Gruß
Ihr Seraquael





Blogpause bis zum 25.02.2009

20 02 2009

Hallo Ihr,

So, da nun die heiße Phase der fünften Jahreszeit naht, rufe ich hiermit eine Blogpause bis zum Aschermittwoch aus. Meine geistigen Ergüsse die ich in einem leicht angeheiterten Zustand so fabriziere, will ich niemanden antun und so schreibe ich in den nächsten Tagen lieber gar nüscht!

Gruß
Ihr Seraquael





Siiiiiiiieeeeg! RWO ist zurück

16 02 2009

Dieser Artikel auf  der Hompage von Rot-Weiß Oberhausen und dieser NRZ-Artikel beschäftigen sich mit dem fulminanten Sieg von RWO über unsere Gäste aus St. Pauli. Natürlich rechne ich mir als treuer Fan, der aber aufgrund seines Wohnortes, zum ersten mal seit nunmehr 13 Jahren wieder bei einem Heimmspiel war einen nicht unerheblichen Anteil daran an, meine Anwesenheit nach viel zu langer RWO-Abstzínenz hat das nötige Glück gebracht, dass wir ausgerechnet an einem Freitag, den 13., nachdem ich 13 Jahre nicht da war, einen so schönen und bitternötigen Sieg über eine, zumindest in der zweiten Halbzeit, starke Mannschaft vom Millerntor einfuhren.

So, jetzt mal Scherz beiseite. Es war ein wirklich schönes Spiel auch wenn die zweite Halbzeit fast schon ein bisschen zu Viel für mein schwaches Herz gewesen ist. Also beim nächsten mal, liebe RWO Spieler, bitte mit einer Führung nicht in der eigenen Hälfte verstecken sondern weiter so nach vorne Spielen wie am Anfang, dann hätten wir ein Handballergebnis von mindestens 7 : 3 eingefahren und die letzte viertel Stunde nicht so zittern müssen.

Aber auch den anderen Fans muss ich was ins Gebetbuch schreiben. Nicht nur jubeln und kreischen wenn ein Tor fällt, sondern durchaus auch schon mal vorher zwecks Anfeuerung, bis auf die letzten fünf Minuten war aus unseren Stadionecken fast nichts zu hören, da kann man wirklich mal ein bisschen mehr Enthusiasmus erwarten. Die meiste Zeit über waren die Pauli Fans ohrenbetäubend und ich stand in der Emscherkurve, also dem am weitesten vom Gästeblock entfernten Punkt im Niederrheinstadion.

Aber nichts desto trotz, es war ein schönes Spiel und ich hoofe auf zahlreiche Wiederholungen mit möglichst vielen lärmenden Zuschauern.

Gruß 
Ihr Seraquael





Nachtrag zum StO.AG Eintrag und ein paar weitere Infos

16 02 2009

Mir ist am Samstag die aktuelle StO.AG Kundenzeitschrift in die Hände gefallen in der, der Wechsel vom Tag auf das Nachtnetz um 21 Uhr bestätigt wird. Dies ist zum nächsten Fahrplanwechsel angekündigt und wird dreister Weise auch noch als bahnbrechende Neuerung verkauft. Leider steht das ganze noch nicht als Link oder Download zur Verfügung, so dass sie mir das einfach mal glauben müssen. Aus anderen Quellen weiß ich aber das die Nahverkehrsunternehmen der Nachbarstädte noch versuchen die Sache zu stoppen weil vor allem EVAG und die Vestische Kooperationsverträge verletzt sehen. Außerdem ist die ganze Sache mit den Zwangssparmassnahmen der Stadt durch die Bezirksregierung sowieso noch nicht in trockenen Tüchern da die Stadt wohl dagegen klagt. Deshalb hat es durchaus noch Sinn zu versuchen das Ganze zu verhindern. Also rufe ich noch mal dazu auf: Schreiben sie böse Briefe an die StO.AG, ihren Stadtrat und wer ihnen sonst noch einfällt auch irgendeine Aktion um der Bezirksregierung klarzumachen was sie uns antut wäre gut. Möglichkeiten eine Demo oder ähnliches zu organisieren gibt es immer. Aber im Vorfeld braucht man da schon ein bisschen Resonanz.

Gruß
Seraquael





Grippe, RWO und Gevatter Tod

13 02 2009

Ich bin mit einer ziemlich heftigen Grippe schon etwas angeschlagen, laß es mir aber trotz des schlechten Wetters nicht nehmen heute das Spiel von Rot-Weiß Oberhausen gegen St. Pauli zu besuchen und meine Mannschaft anzufeuern, immerhin gibt es da noch eine offene Rechnung. Falls dieser Blog in der nächsten Woche durch Inaktivität glänzt: Nicht wundern, ich liege nur krank im Bett. Wenn übernächste Woche auch noch, bin ích dann an der Lungenentzündung gestorben. Da ich aber mein Leben für eine gute Sache riskiere erwarte ich wenigstens den ein oder anderen netten Nachruf in den Kommentaren.

Gruß
Ihr Seraquael





Der Farce zweiter Teil – Hungernde (Grund-)Schulkinder in Oberhausen

11 02 2009

Ich habe hier einen WAZ -Artikel verlinkt der sich mit der Problematik beschäftigt, dass viele Kinder ärmerer oberhausener Familien, die das Ganztagsangebot der Grundschulen wahrnehmen, von der Oberhausener Tafel mit einem Mittagessen versorgt werden müssen, weil sich die Eltern den Preis für das reguläre Essensangebot der Schulen nicht leisten können, vor allem da sie teilweise auch noch bis zu 50€ mtl. für dieses Betreuungsangebot zahlen müssen.

Bislang sind es 13 der 41 Grundschulen in Oberhausen an denen die Notwendigkeit besteht, die Tendenz zeigt steil nach oben, und das auch erst nachdem bis zu einem Drittel der Kinder die in der Ganztagsbetreuung sind monatelang ohne Mittagessen auskommen mussten. Weiter gibt es keine Zahlen darüber wie es an den bislang nicht von der Tafel belieferten Grundschulen aussieht oder welches Bild sich an den weiterführenden Schulen bietet, aber es dürfte in vielen Stadtteilen ein Ähnliches sein.

 Da muss man sich doch fragen wo man in Deutschland hinkommt wenn der Staat und die Stadt schon auf die Hilfe einer Armenspeisung angewiesen sind um ihre Schulkinder mit einem ausreichenden Mittagessen zu versorgen.

Bitte verstehen sie mich da nicht falsch, ich bewundere die Arbeit der Tafel bzw. der Tafeln in Deutschland und begreife auch warum sie immer notwendiger werden und wohl auch bald zum Alltag vieler Menschen gehören aber für diesen Zweck sollten sie nicht in Anspruch genommen werden.

Ähnlich wie der Reporter habe ich mal mit einigen Bekannten diskutiert ob den die Preise für die Mittagessen nicht in einem Bereich sind die sich alle Eltern sowieso leisten können müssten und kam auf recht unterschiedliche Ergebnisse:
Die vorherrschende Meinung scheint zu sein das insbesondere Eltern die staatliche oder städtische Unterstützung in irgendeiner Form beziehen genug Geld haben um das zu bezahlen und vor allem die ermäßigten Sätze für Wohngeld- und Hartz IV-Empfänger seien mehr als ausreichend. Dazu möchte ich schreiben das Familien, die die ermäßigten Betreuungssätze zahlen als Wohngeldempfänger sowieso schon in einem Einkommensbereich liegen der in der Nähe von ALGII angesiedelt ist und die zehn Euro weniger im Monat da kaum ins Gewicht fallen. Vor allem da sie den vollen Essenspreis zahlen und täuschen sie sich nicht, selbst ein Facharbeiter mit einem oder zwei Kindern kann heute schon in einem Einkommensbereich fallen der um oder sogar unter Hartz IV-Niveau liegt. Und auch der Euro den ‘echte’ Bezieher von ALGII zahlen müssen ist viel Geld, da zieht auch das Argument nicht, dass man das Kind ja auch zu Hause mit einem Mittagessen versorgen müsste. Nudeln mit Käsesauce, Spinat oder Ketchup, gebratener Reis mit Zwiebeln oder Curry bilden, wie ich aus einigen Umfragen weiß, häufiger eine sättigende wenn auch nicht unbedingt gesunde oder ausgewogene Mahlzeit für Hartz IV-Empfänger und verursachen, wenn für drei oder mehr Leute gekocht, Kosten, die weit unter einem Euro pro Person liegen. 
Die andere recht häufig anzutreffende Meinung ist die, das die Eltern dafür da seien ihr Kind mit Essen zu versorgen, was an sich auch stimmt aber wenn die Eltern das nicht können ist es ein Armutszeugnis für ein immer noch so reiches Land wie Deutschland das die Schulen mit Hilfe gespendeter Lebensmittel eine Versorgung auf die Beine stellen müssen, anstatt von vornherein zu sagen das Mittagessen ist zumindest für ärmere Familien kostenfrei. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage selbst wenn die Eltern aus eigenem Verschulden nicht über ausreichende Geldmittel verfügen um das Mittagessen zu bezahlen oder es absichtlich nicht tun, sollte der Staat die Kinder schützen und einspringen, den die Kinder für die Versäumnisse der Eltern leiden zu lassen ist das absolut letzte, was nicht mal unser so kinderunfreundliche Staat wirklich ernst meinen kann. Ich weiß, dass man damit Menschen Tür und Tor öffnet die dann dieses Geld einfach nur sparen wollen aber zum Preis dafür, das in einem Land wie Deutschland Kinder nicht hungern müssen, muss man da wirklich noch überlegen?
Die kleinste Gruppe sind diejenigen die mir zustimmen und sagen das an dieser Sache etwas faul ist. Dies ist leider eine Minderheit die allerdings nicht nur aus armen Menschen besteht sondern vielfach Solche enthält die einfach nur wissen schwierig es ist mit Kindern in Oberhausen über die Runden zu kommen.
 Allerdings muss man dazu sagen, wundere ich mich auch ein wenig über Eltern und Medien. Eine Anne Will Sendung mit dem Titel: „Mitten in Deutschland und trotzdem muss mein Kind hungern“ wäre mit Sicherheit der Knaller. Entweder tragen die Eltern das, wahrscheinlich aus falscher Scham heraus, nicht in die Öffentlichkeit, wobei man dazu nur schreiben kann, dass der weitaus größte Teil dieser Familien unverschuldet in diese Lage gekommen ist und jemand der sein Kind ernsthaft vernachlässigt nicht auf diese Weise dafür kämpfen würde, oder was ich persönlich beunruhigender fände die Medien greifen es nicht auf. Über ein Thema das dort mit hinein spielt nämlich der Kampf gegen die lächerlich niedrigen ALGII- und sonstigen Berechnungssätze für Kinder tauchte nämlich auch erst in den Medien auf als es schon ein erstes, recht schwammiges Urteil des Bundessozialgericht gab, das die ganze Sache eigentlich nur weiter ans Verfassungsgericht verweist.

Ich hoffe ich konnte die Sache ein wenig beleuchten und den ein oder anderen Denkanstoß geben.

Gruß
Ihr Seraquael